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19. Januar 2018

Ein Holzrahmen für's Kinderbett | DIY

Ich bekomme auf Instagram immer wieder Fragen über Ellinors Kinderbett gestellt. Vor allem, ob wir den Holzrahmen selbst gebaut haben (Ja!), und wie. Deshalb möchte ich euch heute erzählen, wie es dazu kam, dass das Kind auf dem Boden schläft seit sie 9 Monate alt ist, warum wir nie ein Gitterbett hatten, und wie wir diesen Bettrahmen denn nun gebaut haben!

Die ersten Monate ihres Lebens schlief das Kind in einem geräumigen Beistellbett (120x60cm) mit direktem Zugang zur Milchbar. Mit 9 Monaten dann, als sie anfing zu krabbeln, war diese Lösung einfach nicht mehr sicher genug, da sie auch allein im Beistellbett schlief, aber noch nicht raushatte, wie man sicher vom Elternbett herunterkam. 

Wir hätten das Beistellbett in ein Gitterbett umbauen können (es ist ein 3 in 1 Bett), aber es widerstrebte uns, unser Baby in irgendeiner Form einzusperren. Das wäre doch auch eine echt fiese Reaktion darauf gewesen, dass sie sich endlich vom Fleck bewegen konnte. Wo sie doch so lange daran gearbeitet hatte. Stattdessen wollten wir ihr gerne ermöglichen, ihre neuen Fähigkeiten einzusetzen und selbst in ihr Bett hinein und auch wieder hinaus zu krabbeln. Nur sicher, sollte es sein. Wir probierten also kurzerhand aus, die Matratze des Beistellbettes auf den Boden neben unser Bett zu legen - und es klappte wunderbar! Die Male, die sie im Schlaf von der Matratze gerollt ist, kann man von einer Hand abzählen. Es kam vor, aber dazu hatten wir immer einen Teppich und eine weiche Decke vor der Matratze zu liegen. An die Wandseite legten wir eine Bettrolle, um den Kopf zu schützen.

Unser Schwedenurlaub stand an, als sie 9 Monate alt war, mit verschiedenen Stationen unterwegs, um die Familie zu besuchen. Die Matratze einzupacken, auf der sie immer schlief, war die einfachste und idealste Lösung für den Urlaub, die wir uns hätten einfallen lassen können. Vor allem, da ich mich vorher schon immer gegen ein Reisebett gesträubt hatte (So viel Geld. So viel Plastik. So viel Zeug, das dann im Keller rumsteht.). Aber so war es perfekt.
Als wir wieder zuhause waren, waren wir uns einig, dass die Bodenmatratze bleiben musste. Wir tauschten sie allerdings aus gegen die dickere und größere Matratze (140x70cm), die vorher als Babyablageort im Wohnzimmer gedient hatte. Damit das Ganze weniger wie eine Matratze auf dem Boden und mehr wie ein Bett aussah, bekam die Matratze einen Rahmen aus Holz.

Bauanleitung


Der Bettrahmen ist aus 18mm dickem Fichtenleimholzplatten, die wir im Baumarkt zuschneiden lassen haben. Bodenplatte und Ränder. Die Bodenplatte misst 140x70cm, also genau so groß, wie die Matratze. Die Ränder sind so berechnet, dass sie ein ganz klein wenig höher sind als die  Matratzenhöhe plus die 18mm der Bodenplatte. Bei uns sind das 10cm.

Für den Ausstieg haben wir uns eine Schablone für die Rundung gebastelt, auf ein Seitenbrett übertragen und mit einer Stichsäge ausgesägt. Wir haben den Ausstieg an das Fußende gelegt, man kann ihn aber auch mittig machen. Der Ausstieg ist natürlich auch an beiden Seiten des Bettes möglich.

Danach haben wir das Bett zusammengeschraubt (mit goldfarbenen Schrauben!). Man sieht die Schrauben, aber sie fallen nicht negativ ins Auge. Wen die Schrauben stören, der kann diese natürlich auch versenken und die Löcher anschließend auffüllen. Eine gute Idee, wenn man vorhat, das Bett zu streichen!

Nach dem der Bettrahmen zusammengeschraubt ist: Gut schleifen. Und schleifen. Und schleifen. Bis alle Ecken und Kanten nicht mehr ganz so eckig und kantig sind. Jetzt kann man das Bett natürlich noch ölen oder lackieren. Wir haben unseres bisher unbehandelt gelassen, obwohl ich es vielleicht irgendwann noch mit Bienenwachsbalsam behandeln werde.

Wir lieben unser Bett auf dem Boden! Hier schläft sie, hier kuscheln wir, wickeln wir, schauen wir Bücher an. Hier sitzt sie, wenn sie sich anzieht oder es zumindest versucht. Ich finde es so schön, dass sie mich nicht rufen muss, wenn sie rein oder raus will. Sie kann es komplett selbständig und vielfältig nutzen. Es gehört ihr, nicht uns. Es ist für sie erdacht, nicht für uns. Und genau so ist es perfekt für sie, und für uns.



12. Juni 2017

Mein Baby ist jetzt Schlüsselkind


Kennt ihr das auch? Seit E ganz klein ist, nur ein paar Monate alt, ist sie fasziniert von unseren Haustürschlüsseln. Ganz genau hat sie schon als kleines Baby vom Tragetuch aus beobachtet, wie wir die Türen zum Haus, Briefkasten und zur Wohnung auf- oder zuschlossen, und seit sie greifen kann, ist der Schlüsselbund das Objekt ihrer Begierde, sobald es in Sichtweite ist.

Und Babys stecken natürlich alles in den Mund. Das ist, was sie tun. Und der Schlüsselbund ist vermutlich nicht gerade der keimfreiste Gegenstand im Haus. Daher musste eine Alternative her. E bekam ihren eigenen Schlüssel.
Beim Baumarkt fand ich die zwei größeren silbernen Schlüssel (ähnlich hier), der kleine Schlüssel (ähnlich hier) lag aus irgendeinem Grund auf meinem Schreibtisch herum, ohne, dass jemand wusste, zu welchem Schloss er passte. Dazu ein paar Schlüsselringe, Holzkugeln, eine mintfarbenes Wildlederband (hier als Kunstleder-Variante), Acrylfarbe (zum Beispiel diese) und spielzeuggeeigneten Klarlack auf Wasserbasis.
Die Holzkugeln habe ich bemalt und anschließend mit Klarlack lackiert, auf das Lederband gezogen und mit Knoten voneinander getrennt. Danach habe ich den Schlüsselbund zusammengebastelt. Fertig!
Der Schlüsselbund ist hier der totale Hit beim Kind! Am ersten Tag hat sie das Teil kaum einmal aus der Hand gelegt. Die Holzkugeln lassen sich gut greifen (und in den Mund stecken!) und es klappert schön. An den "echten" Schlüsselbund kommt es aber doch nicht heran. Mag daran liegen, dass sie sehr wohl merkt, dass ihrer nie zum Türen öffnen genutzt wird. Mag aber auch an dem Einhorn-Anhänger liegen, der an meinem Schlüssel dran ist....



23. Januar 2017

Making Memories | Erinnerungskärtchen DIY

Ich habe da mal was gebastelt. Mal ist gut, hat ewig gedauert.
Die Mamis unter euch wissen ja, wie das so ist mit einem Baby: Ständig lernt es etwas dazu und kann mehr und macht lauter lustige Sachen und ganz ganz viel zum allerersten Mal. Auf dem Bauch liegen, ohne sofort loszubrüllen, zum Beispiel. Auf dem Bauch liegen und lächeln. Sich in Bauchlage auf die Unterarme hochstützen. Das erste Mal in Bauchlage nach etwas greifen. Auf dem Bauch liegend mit etwas spielen... Es ist sozusagen eine ganze Flut an "Meilensteinen", jeden Tag. Weil für eine Mutter (besonders mit dem ersten Kind) lauten die Meilensteine nicht nur "Drehen, krabbeln, laufen, sprechen". Oooh nein. Nein nein nein. Letztens habe ich Ellinor in den Autositz (AKA Staatsfeind Nr. 1) gesetzt und sie hat ... gelächelt! Gelächelt statt geschrien als wäre der Leibhaftige hinter ihr her! Zum allerersten Mal! Und ja, während andere jetzt müde lächeln - für mich war das ein riesen Durchbruch im Leben meines Babys.

Der Liebste meinte letztes, man müsste sich diese Meilenstein-Momente, die großen und die etwas kleineren, doch eigentlich aufschreiben, damit man später in 10 Jahren noch weiß, was E wann gemacht, gesagt und gelernt hat.
Recht hatte er.
Also entwarfen wir ein paar hübsche Kärtchen, die nach Monaten, Kalenderwochen und Regenbogenfarben (letzteres war natürlich meine Idee!) geordnet sind, und auf denen man vorne und hinten auf 2 Zeilen kleine Notizen vermerken kann - und zwar von 2017 bis 2026! 10 Jahre lang! Irgendwann kann man dann nachsehen, was diese Woche besonderes passiert ist, was vor einem Jahr in dieser Woche und was vor 5 Jahren. So hat man nicht nur viele kleine Erinnerungen, sondern kann auch sehen, welche Entwicklung es im Laufe der Jahre gegeben hat. Natürlich geht das ganze auch mit anderen Dingen, als den Baby-Meilensteinen. Wir werden einfach immer eintragen, wenn etwas Schönes, Spannendes, Erinnerungswürdiges passiert ist. Babybezogen oder nicht. Ich freu mich drauf.

Und da ich gerne teile (und weil es so viel Arbeit gemacht hat), habe ich heute die Vorlage für alle, die auch gerne so ein schönes Erinnerungsprojekt starten wollen.


Eine kleine Anleitung:

Das PDF-Dokument besteht aus 53 Seiten: 52 Vorderseiten, mit den Kalenderwochen drauf, und eine Rückseite. Das Kartenformat, das ich verwendet habe, ist 13,75cm x 10,5cm. Das ist etwas ungewöhnlich, weil ich weiße Pappe wiederverwendet habe, die beim Basteln der Rahmen für meine Stickbilder übrig geblieben ist, und die hatte nun einmal diese Größe. Schneidet euch also, bevor ihr mit dem Drucken beginnt, 52 Karten aus dünner weißer Pappe oder stabilem Papier in der entsprechenden Größe zu und stellt vor dem Drucken diese Größe auch als Druckerpapierformat ein, sowie "Randloser Druck".
Testet am besten einmal, ob beim Drucken alles funktioniert. Dann druckt zuerst Seite 1 bis 52. Das sind alle Vorderseiten. Danach druckt ihr 52 Mal die Seite 53 auf die Rückseite aller Karten. Voilà! Fertig sind die Erinnerungskarten. Jetzt nur noch einen hübschen und leicht erreichbaren Ort zum Aufbewahren finden und fleißig Erinnerungen aufschreiben!

Viel Spaß dabei!

19. Juni 2016

Ein Heißluftballon-Mobile (inkl. Halterung) | DIY

Die letzten Wochenenden hat sich etwas Historisches in unserer Wohnung ereignet - Der Herr und ich haben das erste Mal zusammen gebastelt! Okay, wenn man Küchenschränke, Regale oder Hochbeete entwerfen und bauen als basteln ansieht, dann haben wir schon oft zusammen gebastelt, aber im Grunde bin ich hier die kreative Seele des Hauses, wenn ich das mal so unverschämt behaupten darf. Als ich jetzt aber mit dem Vorschlag kam, das Mobile für's Baby doch selbst zu gestalten, war der Liebste sofort mit von der Partie. Sogar nähen hat er sich dafür beibringen lassen! Was tut man nicht alles für das eigene Kind. Er meinte auch immer, wie schön das doch ist, wenn wir unserem Mädchen später sagen können, dass wir das Mobile über seinem Bett selbst (und gemeinsam) gebastelt haben - Der Romantiker.
Man muss aber auch wirklich sagen, dass es ja unglaublich schwer ist, ein schönes Mobile zu finden! Das ganze Internet und diverse Babyläden habe ich durchforstet auf der Suche nach einem Mobile, dass nicht zu bunt, nicht zu rosa, nicht zu Plastik, nicht zu kitschig, nicht zu überladen und dann am besten auch noch schön ist. Das Teil wird schließlich in unserem Schlafzimmer hängen und so ganz mochte ich meinen Einrichtungsstil dann doch noch nicht opfern, und ich bin mir sicher, dass das Baby keinen Schreikrampf kriegt, wenn wir es zum ersten Mal nach Hause bringen und es kein rosafarbenes, musikspielendes Schmetterlings-Herzchen-Teddybären-Monster über seinem Bett vorfindet. Die Babyindustrie scheint das aber anders zu sehen. Ihr hättet mal unsere Gesichter in der Mobile-Ecke von Babyshop XY sehen sollen! Das wäre ein tolles Foto für's Babyalbum gewesen. Aber was es nicht gibt, musst du eben selbst machen!

Nachdem so viele Leute Interesse an einer Anleitung/Schnittmuster zu unserem Mobile bekundigt haben, komme ich diesem Wunsch natürlich gerne nach. Wir haben uns das Mobile von Grund auf selbst ausgedacht und auch die Halterung selbst gestaltet (Gar nicht schwer und viel viel billiger als gekauft!). Dabei hatten wir auch gar keinen künftigen Blogpost im Hinterkopf. Ich hoffe trotzdem, dass die Handyfotos und die Vorlage ausreichen, um die einzelnen Schritte nachvollziehbar zu machen. Sollte etwas unklar sein, fragt aber sehr gerne nach! Los geht's!

Das brauchst du:


Für das Mobile:
*   Filzplatten (ca. A4) in 7 Farben: 1 Wolkenfarbe, 1 Ballonkorbfarbe, 5 Ballonfarben  // meine sind von hier und ich kann den Shop nur empfehlen - tolle Qualität und superschneller Versand!
*   Stickgarn in schwarz und braun
*   weißes Baumwollgarn zum Aufhängen
*   Füllwatte
*   Nadel
*   Schere
*   Stift, der auf Filz malt
*   Vorlage, ganzseitig auf A4 ausgedruckt

Für die Halterung:
*   8mm Rundstab aus Holz (gibt's im Baumarkt in 1 Meter-Stücken)
*   Holzleiste mit quadratischem Querschnitt, alternativ ein würfelförmiger Holzbauklotz // unseres war ein Reststück vom Regalbauen mit 33mm x 33mm
*   Bohrmaschine mit 8 mm und 3 mm Holzbohrer
*   feines Schleifpapier ( 280er Körnung oder feiner)
*   4 kleine Holzperlen
*   2 kleine Schrauben mit Öse (Bilderrahmenschrauben)

Und so geht's:


1. Zuerst legst du dir alle Materialien bereit und druckst das Schnittmuster aus. Je nachdem, wie groß du die Luftballons gerne hättest, kannst du die Vorlage natürlich etwas größer oder etwas kleiner ausdrucken.
 2. Aus dem Filz in den 5 'Ballonfarben' werden jetzt die Ballonteile ausgeschnitten. Insgesamt brauchst du dieses Teil 36 Mal. Anschließend legst du dir die Teile so zurecht, wie die Ballons später aussehen sollen, je 6 Stück pro Ballon, und stapelst sie zu 6 Stapeln (beim Stapeln die Reihenfolge beachten!).
3. Jetzt folgt das große Zusammennähen. Die Ballons werden auf links mit schwarzem Garn zusammengenäht (also legst du immer 2 Teile rechts auf rechts, und nähst sie an der langen Kante zusammen, dann legst du das nächste Teil rechts auf rechts an das letzte Teil und nähst entlang der langen Kante, usw.). Wenn alle 6 Teile aneinander genäht sind, wendest du den Ballon und nähst die letzte Kante von außen (rechts) zusammen. Du hast jetzt einen Ballon mit einer runden Öffnung an der Unterseite.
4. Jetzt füllst du die Ballons schön fest mit der Füllwatte aus. Danach schneidest du aus Filz in Ballonfarben deiner Wahl (wir haben nur apricot und grau gewählt) 6 kreisförmige Teile aus (siehe Vorlage) und nähst sie von außen an die Ballons, und schließt so die Öffnung.

5. Jetzt machen wir die Wölkchen und die Ballonkörbe. Für die Wolken schneidest du die Wolkenvorlage 10 Mal aus weißem Filz (oder deiner gewählten Wolkenfarbe) aus, legst je zwei Teile deckungsgleich übereinander und vernähst sie von "rechts" mit schwarzem Garn. Wenn nur noch wenige Zentimeter offen sind, stopfst du die Wolke mit etwas Watte aus und schließt die Öffnung anschließend.

6. Für die Ballonkörbe schneidest du die Kreisform, die du schon bei den Ballonöffnungen benutzt hast, 12 Mal aus deiner gewählten "Korbfarbe" aus, sowie einen langen Streifen mit ca. 1-1,5 cm Breite, je nachdem, wie hoch der Korb werden soll. Dann vernähst du mit schwarzem Garn je eine Kreisscheibe mit dem langen Streifen. Nähe einmal um den Kreis herum, bis du wieder am Anfang ankommst, schneide dann den Streifen ab und vernähe die offene Kante, sodass ein offenes Körbchen entsteht. Das füllst du mit Watte und nähst anschließend ein weiteres rundes Teil über die Öffnung.
7. Jetzt geht es ans Zusammenbauen! Zuerst baust du kleine Heißluftballons, indem du die Ballons mit den Körben verbindest. Wir haben hierfür das braune Stickgarn verwendet, um Seile zu simulieren. Eine genaue Technik kann ich hierfür leider nicht geben, aber am Ende sollten die Körbe ca. 1 cm unterhalb der Ballons hängen. Wir haben 3 "Verbindungsseile" gewählt, weil sich das mit den Nähten der Ballons schön ausrichten lässt.

8. Nun werden die einzelnen Mobile-Parts zusammengefügt. Dazu wählst du das weiße Baumwollgarn. Verbinde die Teile so, dass vier Mal eine Wolke über einem Ballon "hängt". Ein Mal verbindest du Ballon - Wolke - Ballon. Lass den Faden nach oben hin großzügig lang, so kannst du  später die Positionen besser verändern und anpassen.

Die Mobilehalterung

Die Mobilehalterung selbst zu bauen, ist natürlich absolut optional. Du kannst dir selbstverständlich auch eine kaufen. Achte nur darauf, das es eine vierarmige Halterung ist, oder bastel noch zwei Ballon-Wolken-Teile mehr für eine sechsarmige. Selber bauen ist aber erstaunlich einfach und supergünstig noch dazu. So geht's:

1. Säge die Holzleiste so zu, dass ein Würfel entsteht. Wenn du einen Holzwürfel verwendest, sparst du dir diesen Schritt natürlich. Danach bohrst du mit dem 8mm Bohrer zwei Löcher hinein. An einer Seitenfläche etwas oberhalb des Mittelpunktes. Dann drehst du den Würfel einmal nach rechts und bohrst dort ein Loch etwas unterhalb des Flächenmittelpunktes. So kommen sich die Stäbe nicht gegenseitig in die Quere, wenn du sie hindurchsteckst. Schleife den Würfel mit feinem Schleifpapier ab.

2. Säge den 8mm-Rundstab in zwei gleichlange Teile. Du kannst dafür die Mibileteile auf einem Tisch arrangieren und die perfekte Entfernung bestimmen. Wir haben zwei 34 cm lange Stäbe gesägt. Durch die Enden bohrst du jetzt je ein Loch mit dem 3mm-Bohrer. Daran werden die Mobile-Teile später befestigt. Achte darauf, dass die Löcher in die selbe Richtung "zeigen". Abschleifen!

3. Jetzt steckst du je einen Stab durch ein Loch im Würfel. Sollte das zu locker sein, musst du sie vielleicht mit Kleber fixieren, ansonsten Kann man die Halterung gut ausrichten, indem man die Stäbe etwas verschiebt. Jetzt schraubst du noch oberhalb und unterhalb des Mobilekreuzes, an den Würfelflächen, an denen noch keine Löcher sind, je eine Ösenschraube ein. Fertig ist die Mobilehalterung!

Das einzige, was jetzt noch zu tun ist, ist das Ganze zusammenzubauen! Hänge dazu das Mobilekreuz an die Decke (oder eine Gardinenstange z.B.), indem du eine Faden durch die obere Öse ziehst. dann befestigst du erst das Teilstück mit den zwei Ballons an der unteren Öse und anschließend die vier restlichen Teilstücke an den Stangen. Dazu ziehst du den Faden durch das Loch am Stangenende, dann durch eine kleine Holzperle und machst dann auf der gewünschten Höhe einen Knoten, der nicht mehr durch die Holzperle hindurchpasst. Fertig!




22. März 2016

Experimente mit natürlichen Eierfarben

 Ich wollte das ja schon seit Jahren mal ausprobieren, Ostereier mit Naturfarben zu färben, aber irgendwie bin ich nie dazu gekommen. Dieses Jahr ist es nun endlich soweit und ich habe meine Vorratsschränke nach Gemüse und Gewürzen und anderen Dingen durchsucht, die man zum Färben verwenden kann. Heraus kam: Ein paar Schalotten, ein Glas eingelegte Rote Beete, Kaffee, Brombeeren und Spinat. Und Eier natürlich. Besser als nichts. Die Schalotten, Brombeeren, Spinat und der Kaffee wurden gekocht, abgesiebt und die Flüssigkeit in Gläser gefüllt, zusammen mit 1-2 Esslöffeln Essig. Die Rote Beete habe ich kalt verwendet. Danach die gekochten Eier - weiße und braune - dazu und eine Stunde gewartet. Voila!
Ich muss sagen, das schöne braun vom Kaffee gefällt mir am allerbesten! Die Schalotten geben ein schönes Senfgelb, Rote Beete das schönste rosa bis pink, Spinat ein ganz zartes grün und die Brombeeren ein helles flieder. Auf den Fotos sehen die Farben alle sehr pastellig aus. Ich muss dazu sagen, dass die Farben in den nächsten Tagen noch etwas "nachgereift" sind und kräftiger wurden. Man kann natürlich auch kräftigere Farben erreichen, indem man die Eier über Nacht in den Färbesubstanzen lässt.

Insgesamt bin ich aber höchst zufrieden mit meinem kleinen Färbeexperiment. Die Farben gefallen mir viel besser als die knallbunten Eierfarben, die es so zu kaufen gibt. Das wird in den nächsten Jahren auf jeden Fall wiederholt. Wenn ihr auch mal ausprobieren wollt, eure Ostereier natürlich zu färben, gibt es hier eine schöne Tabelle mit Färbemitteln und den Farben, die man damit erreicht. Frohes Färben!



2. März 2016

Wäschekörbe ohne Plastik und stylischer Gaddis-Korb mit Ledergriffen | DIY

In unserer Wohnung in Berlin war der Weg von der Waschmaschine zum Trockengestell, und von da aus zum Schrank, so kurz, dass ich es nie für nötig hielt, mir einen Wäschekorb anzuschaffen. Ich packte die nasse Wäsche einfach direkt aufs Trockengestell und verteilte sie dort. Wenn sie trocken waren, legte ich sie direkt auf dem Gestell zusammen und trug sie von da zum Schrank. Das funktionierte gut. 
Seit wir in der neuen Wohnung sind, sind die Wege deutlich länger geworden und wir kamen einfach nicht an einem Wäschekorb vorbei. Da diese hässlich bunten Plastikmonster von Wäschekörben nur über meine Leiche in meiner Wohnung Einzug halten werden, machte ich mich auf die Suche nach schönen Alternativen aus natürlichen Materialien. Gar nicht so einfach. Hier ist eine kleine Auswahl an Modellen, die man online kaufen kann.
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Bei einem Besuch beim schwedischen Möbelhaus unseres Vertrauens fand ich die schönen Gaddis-Körbe. Genau die richtige Größe für einen kleinen Preis und stylisch noch dazu. Gekauft. Die Körbe sind in zwei Größen erhältlich und natürlich nicht nur als Wäschekorb zu gebrauchen! Mit ein paar einfachen Handgriffen habe ich noch zwei Ledergriffe hinzugefügt. Jetzt ist der Korb ein richtiger Hingucker und kann auch gerne mal in der Wohnung stehengelassen werden. Dazu lässt er sich jetzt besser tragen. Und so geht's:

 Du brauchst:

Lederstreifen - 3 cm breit, 2 mm dick (meine habe ich hier gekauft)
Hohlnieten 4 mm (zum Beispiel von Prym)
Hammer
Lochzange
Gaddis-Korb

Von dem Leder schneidest du zwei 30 cm Stücke ab, oder so lang, wie es dir gefällt. Dann befolgst du einfach die Anleitung auf der Packung der Hohlnieten. Es gibt da ein Metallteil, mit dem man die Löcher in das Leder machen soll. Das hat bei mir aber so schlecht funktioniert, dass ich die Löcher mit der Lochzange gemacht habe. Der Rest war allerdings ganz einfach.
Wenn die Löcher drin sind, legst du das Lederstück durch ein Loch am Rand des Korbes, platzierst die Löcher übereinander und steckst das Ober- und Unterteil der Niete durch. Lege die runde Metallscheibe drunter und schlage dann kräftig mit dem Hammer drauf, bis die Niete fest ist.
Das ganze wiederholst du mit dem anderen Lederstreifen und auf der anderen Seite des Korbes. Fertig!



12. Januar 2016

Moon pillow | DIY

-English version below-

Zu Weihnachten bekam der Liebste das Sterne-Gucken-Spezialpaket, wie ich es mal nennen möchte. Darin enthalten war ein Buch über Sternbilder (was sie bedeuten, wie und wann man sie findet), ein Fernglas um die Sterne noch ein wenig dichter heranzuholen und eine Landkarte, auf der ich eine Stelle eingetragen habe, die besonders wenig Lichtverschmutzung aufweist und damit besonders gut zum Sterne gucken geeignet ist. Die Sterne, Sternbilder, Galaxien und das Weltall an sich faszinieren uns beide und ich denke, wir haben da eine gute Balance zwischen Romantik und - als studierte Physiker - ernsthaftem wissenschaftlichem Interesse gefunden. Aber zurück zu den Geschenken: Das Buch, die Karte und das Fernglas waren mir natürlich viel zu praktisch. Also musste noch etwas hübsches dazu, das thematisch passt. So wurde die Idee des Mondkissens geboren. Und so wird's gemacht:

Moon Pillow


Das brauchst du:


Mondstoff - Den Stoff für das Kissen habe ich mir extra drucken lassen. Dafür einfach ein Foto des Mondes nehmen und zum Beispiel auf spoonflower.com hochladen und auf Stoff drucken lassen. Dabei darauf achten, das der Mond mindestens 2 Mal ganz auf dem Stoff abgebildet ist und die gewünschte Größe hat. Meiner hat einen Durchmesser von etwa 45cm. 
Reißverschluss - ca. 45cm
Kissenfüllung - Ich habe diese runden Daunenkissen mit 50 cm Durchmesser gekauft, die sich allerdings als etwas zu groß erwiesen haben. Deshalb musste ich sie öffnen, einige Hände voll Federn herausnehmen und wieder zunähen. Mit kleineren Kissen wäre es vermutlich einfacher gewesen.
Nähmaschine
Garn
Schere
Stecknadeln

Und so geht es:

1. Zuerst einmal wäscht du den Stoff. Das sollte man natürlich immer machen, aber meiner roch als er ankam auch noch ziemlich unangenehm nach Chemie. Aus dem sauberen Stoff schneidest du den Mond aus, aber lässt einen Rand als Nahtzugabe. Das ganze zweimal, für die Vorder- und Rückseite.

2. Lege die beiden Stoffteile rechts auf rechts aufeinander und setze ein paar Pins so, dass die Ränder der Monde direkt aufeinander liegen.
3. Nähe jetzt für einige Zentimeter ein klein wenig innerhalb des Mondrandes entlang (im Geradstich). Dann nähst du den Reißverschluss ein. (Wie genau man einen Reißverschluss korrekt einnäht kann ich euch leider nicht sagen. Ich mache es immer nach Bauchgefühl. Es gibt aber auch eine Menge von Youtube-Videos zu dem Thema.) Danach legst du die beiden Teile wieder rechts auf rechts aufeinander, steckst sie mit Pins fest und nähst auch noch den Rest herum.

4. Drehe den Stoff durch die Reißverschlussöfnung nach rechts und stecke ein Daunenkissen hinein. Fertig ist das Mondkissen a.k.a. der Kuschelmond!

Moon Pillow


What you need:


Moon fabric -  I designed the fabric myself over at spoonflower.com and got it printed. You just have to upload a photo of the moon. Be careful, that you have at least 2 full motifs on your fabric. My moons are about 45cm in diameter. 
zipper - about 45cm
down pillow - I used these round ones with a 50cm diameter that showed to be slightly too big for the pillow case, so I opened them, removed a few handfuls of downs and sewed them shut again. You could of course buy a pillow in the right size.
sewing machine
thread
scissors
pins

How it works:

1. Wash and iron the fabric before you use it. Then cut out two moons with a seam allowance.

2. Put the two fabric pieces right sides together and pin them in place. Make sure the edges of  the moons align perfectly.

3. Sew a few centimeters slightly on the left to the moon's edge with a straight stitch. Then insert the zipper. (I'm sorry that I can't give you instructions on inserting zippers, I just wing it every time. But there are a lot of decent youtube-videos if you need help there.) Afterwards put the two pieces right sides facing again, pin them together and sew around the rest of the moon.

4. Turn the fabric right sides out through the zipper opening and put the down pillow inside.



1. Dezember 2015

Birdseed Ornaments | DIY

Every winter, when I was a kid, my father would make birdseed feeders from clay flower pots which he filled with birdseed and lard, and put a stick in the center of the pot (for the birds to cling on while feeding). The feeders where then hung upside down into the tree in front of our kitchen window.
It's funny how these memories sometimes come back to us years later, isn't it? This year, however, I decided to revive this tradition and make my own birdseed ornaments. Partly because this is the first time since forever that I live in a place with a tree (or anything really) near my window to hang birdseed ornaments in.

The ornaments are very easy to make and take only like 10 minutes to make, if you don't count the cooling time. I added some fresh fruit to mine, because most birdseed mixtures don't but there are birds that feed from fruit rather than seeds and nuts. I thought my birdseed ornaments should have something for every bird. Aaand they also look way better than the versions you can buy in the supermarkets. Here's how it goes:

What you need:

muffin tin
fabric ribbons or fabric strips
birdseed (I used a mixture of this and this and so far the birdies seem to love it)
1 apple
1 orange
handful of cranberries
lard (coconut oil works as well, smells better, but is also much more expensive)

How it works:


1. Cut the fruits in tiny pieces. Mix the birdseed and the fruit in a large bowl. Tie the ends of the ribbons together to form loops. The larger the knot gets the better.

2. Fill the cups about halfway and then add the ribbons. It is important that a good length of the ribbon lies inside the cup to prevent the ornament from falling to the ground when the birds are pecking away the seeds.
Then add another layer of the birdseed and fruit mixture until the cups are full. Press the seeds down a bit with a spoon to make the ornaments more compact.

3. Melt the lard or coconut oil and fill the muffin tin cups carefully using a tablespoon until the cups are filled to the brim. Leave the ornaments to cool down for an hour and then pop the whole tin into the freezer for a few hours or overnight.

4. To remove the ornaments put the muffin tin, cover a few centimeters of your kitchen sink with hot water and put the muffin tin in. Remove the ornaments quickly and put them back into the freezer until you need them.

5. Hang the birdseed ornaments into bushes or trees!


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