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20. März 2018

Mein Kind wählt sein Outfit selbst. Ein Blick hinter die Kulissen.

Seit Ellinor laufen kann, also seit sie 11 Monate alt ist, hat sie auch einen eigenen Kleiderschrank. Damit meine ich nicht einen Schrank, wo ihre Kleidung drin ist. Den hat wohl jedes Kind. Ich meine einen Kleiderschrank für sie (statt für die Eltern), der vollständig für sie zugänglich ist, in dem sie selbstständig Ordnung halten kann, und wo sie sich jeden Morgen ihr Outfit selbst aussuchen kann.

Denn mein Kind wählt sein Outfit selbst.

Und ja, das funktioniert! Und es lohnt sich! Deshalb möchte ich euch heute ein wenig darüber erzählen, wie der Kleiderschrank aufgebaut ist, wie unser Morgen inklusive dem Anziehen aussieht, und welche Vorbereitungen notwendig sind. Denn Vorbereitung ist alles.


Ein kleinkindfreundlicher Kleiderschrank

Ich wurde ja immer belächelt, wenn ich erzählte, dass mein Kind sich morgens beim Anziehen einen Body aussuchen durfte, und abends einen Strampler. Damals war das Kind vielleicht 5-6 Monate alt. Und ja, vielleicht kann ein Baby mit 5 Monaten noch keine "echte" Entscheidung treffen. Vielleicht kann es noch gar nicht entscheiden, welcher Body schöner aussieht oder auf welchen Body es gerade mehr Lust hat. Vielleicht ist die Wahl vollkommen willkürlich. Aber es ist eine Wahl! Es ist Kommunikation und Miteinbeziehung und das Recht mitzuentscheiden über Angelegenheiten, die den eigenen Körper betreffen. Auf welcher Ebene auch immer. Und ich finde das so so wichtig! Babys wie Menschen zu behandeln, meine ich. Nicht wie Puppen. Oder dressierte Äffchen. Und entschuldigt, wenn das jetzt zu dramatisch klingt, aber ich habe das an meinem eigenen Kind erlebt, und ich finde es einfach respektlos. Und ich bin mir absolut sicher, dass schon kleine Babys merken, ob man sie mit Respekt behandelt, oder wie ein kleines unfähiges Dummerchen, das doch noch gar nichts versteht und nichts kann, außer auf Kommando lächeln bitteschön.
Aber zurück zum Thema.
Als Ellinor 11 Monate alt war, zogen wir aus unserem Schlafzimmer aus und verwandelten es in ein Kinderzimmer. Dass das Kind einen eigenen Kleiderschrank bekommen sollte, war von Anfang an klar, und ich finde, dass etwas ganz Tolles aus unseren Überlegungen entstanden ist. Wir kauften ein Eket-Regal vom Möbelschweden und hängten es so an die Wand, dass das Kind alle vier Fächer gut erreichen kann. Zwischen der Wand und dem Regal montierten wir eine Kleiderstange, ebenfalls gut erreichbar.
In die Fächer legten wir Skubb-Boxen (ebenfalls vom Möbelschweden) und ich bastelte ein paar kleine Bildchen, die dem Kind zeigen, wo die Pullover hineinkommen, wo die Socken, usw. (Die Boxen unten rechts sind ganz neu und haben deshalb noch keine Beschriftung. Dort sind Schlafanzugoberteile und -hosen in separaten Boxen, wo vorher Strampler in einer waren).

Vorbereitung ist alles

Wie oft ich diesen Satz schon zum Liebsten gesagt habe! Es ist quasi mein Lebensmotto für mein Leben mit Kleinkind. Vorbereitung ist alles. Auch für mehr Selbstbestimmung und Selbstständigkeit beim Anziehen.
Vorbereitung ist alles.

Okay. Das Ziel ist jetzt also, das Kind sich selbst ein Outfit aussuchen zu lassen, ohne sich einzumischen, die Hälfte wieder umzutauschen und am Ende doch das ganze Outfit selbst ausgesucht zu haben. Nur wie?
Natürlich kann man von einem Kleinkind nicht erwarten, vor dem Anziehen aus dem Fenster zu schauen, das Wetter korrekt einzuschätzen, und sich dementsprechend ein Outfit zusammenzustellen. Man kann auch nicht erwarten, dass das Kind zwischen unzähligen Röcken, Kleidern, Boleros, Hüten, Capes, Stulpen und Westen weiß, was man zusammen anziehen kann und was nicht, und sich am besten noch farblich abgestimmte Kleidung aussucht. Damit so ein Kleiderschrank für ein Kleinkind funktioniert, muss er so einfach, übersichtlich, ordentlich und an das aktuelle Wetter angepasst sein wie nur möglich. Hier sind ein paar praktische Tipps, wie wir Ellinors Kleiderschrank vorbereiten um ihr die größtmögliche Selbstständigkeit und Entscheidungsfreiheit zu geben.

1. Vereinfachen und Kategorisieren
In Ellinors Kleiderschrank gibt es jeweils eine Box für Socken, Strumpfhosen, Schlafanzughosen, Schlafanzugoberteile, Pullover/Strickjacken und kurze Hosen/lange Hosen/Romper, sowie die Kleiderstange für Bodys. Socken und Strumpfhosen sowie die Schlafanzüge befinden sich dabei in dem jeweils selben Regalfach. Jetzt im "Winter" (ähem) bestand ihr Tagesoutfit im Grunde aus einem Kleidungsstück pro Box/Stange:
1 langärmliger Body,
1 Pullover oder Strickjacke,
1 Strumpfhose,
1 Paar Socken,
1 Hose.
Und ja, das heißt auch, dass einige Optionen, wie jetzt im Winter zum Beispiel Kleider, gar nicht erst zur Auswahl stehen. Manchmal hole ich eins zu besonderen Anlässen heraus, oder sie verlangt selbst danach. Aber durch das Weglassen vermeiden wir eine komplizierte Extraoption, die auch noch an Bedingungen geknüpft ist ("Wenn Kleid, dann keine Hose." z.B.). Haltet es so einfach wie möglich!

2. Optionen begrenzen
Zur Zeit befinden sich in den Boxen jeweils nur 3-6 Kleidungsstücke. Das ist das, was bei uns im Moment gut funktioniert. Für andere Kinder oder ein anderes Alter funktioniert es vielleicht am Besten mit nur 2 Optionen, oder mit 10. Probiert das aus! Bei zu wenigen Optionen wird das Kind vermutlich andere Sachen verlangen, einfach alles ablehnen oder an den Kleiderschrank gehen, in dem ihr die Sachen aufbewahrt, die gerade nicht zur Auswahl stehen. Bei zu vielen Optionen entsteht vielleicht ein riesiges Chaos, weil alles ausgeräumt wird, oder das Kind kann sich nicht entscheiden und wählt in jeder Sekunde eine andere Option. Oder muss jedes einzelne Teil erst anprobieren und das Anziehen zieht sich mehr in die Länge, als euch lieb ist.

3. Vorsortieren
Wenn ihr Wert darauf legt, dass eurer Kind nicht aussieht, "als hätte es sich selbst angezogen" (Haha!), sortiert vor. Ich achte beim Auffüllen der Boxen immer darauf, dass möglichst alle Pullover mit allen Hosen zusammenpassen. Das ist nicht besonders kompliziert, weil fast alle ihrer Kleidungsstücke eher dezent und gehalten sind und auch ohne aktives Vorsortieren farblich ganz gut zusammenpassen.
Wir sortieren auch immer für das aktuelle Wetter vor. Also wärmere Hosen und Pullover, wenn es kälter ist, dünnere Pullover und Hosen und kurzärmlige Bodys, wenn es wärmer ist. Ich mache das übrigens auch mit ihren Jacken, Mützen, Schals und Schuhen im Flur. Man vermeidet so viel unnötigen Stress, wenn die geliebten Gummistiefel gar nicht erst herumstehen, wenn es draußen -10° C sind, und das Kind kann echte Entscheidungen treffen, nicht Entscheidungen, die dann für schlecht oder falsch erklärt und übergangen werden. Und das ist ja das Ziel, nicht wahr?
Wenn es dann doch passiert, dass die besagten Gummistiefel draußen stehen, obwohl es viel viel zu kalt ist, dann ist das in erster Linie mein Problem, nicht ihres. Ich habe sie draußen stehen lassen und sie hat sie gewählt. Wenn also kein wirklich guter Grund dagegen spricht und das Kind meinen Alternativvorschlag (warme Stiefel) ablehnt, dann lasse ich sie die Gummistiefel anziehen. Und weil ich immer noch die Verantwortung für das Wohlergehen meines Kindes habe, ziehen wir vielleicht 4 Paar Socken in den Gummistiefeln an. Oder ich stecke die Winterstiefel ein, wenn wir rausgehen. Aber nur weil ich es besser weiß, beraube ich sie nicht ihrer Entscheidungsfreiheit und einer wertvollen Erfahrung.

Freie Outfitwahl in der Praxis

Der Schrank ist vorbereitet -  Jetzt wird es spannend! Als allererstes haben wir dem Kind den Schrank gezeigt, erklärt, was die Schildchen bedeuten, was wo drin ist, wozu das ganze gut sein soll, und das Kind alles untersuchen, ausräumen und ausprobieren lassen. Offiziellen Zugang zu den Klamotten zu haben kam natürlich sofort gut an! Regelmäßiges Ein- und Ausräumen und Untersuchen gehört besonders am Anfang natürlich dazu, aber mir fiel auf, dass sie seitdem nicht mehr die Kommode oder ihren Kleiderschrank im großen Stil ausräumte und dabei so ein riesen Chaos hinterließ, das sie nicht in der Lage war, allein wieder zu beseitigen. Jetzt hat sie nicht nur einen guten Überblick über ihre Kleidung, sie kann auch alles ganz allein wieder ein- und wegräumen.

Zeit einplanen

Natürlich geht es so so viel schneller, wenn man einfach schnell etwas zum Anziehen auswählt, das Kind reinsteckt und in den Tag starten kann. Und sicherlich geht es manchmal auch gar nicht anders. Aber leider gehen dabei so viele Dinge verloren, die das Projekt "kleinkindfreundlicher Kleiderschrank" so wertvoll für mich/uns machen. Selbstständigkeit zum Beispiel, oder die Möglichkeit selbst zu Entscheiden, Konzentration, und zu üben, sich selbst anzuziehen. Und die vielen kleinen Gespräche am Morgen.

Wir haben das Glück, dass wir normalerweise nirgendwo zu eine bestimmten Uhrzeit sein müssen. Wenn das Kind also 10 Minuten lang jedes Paar Socken in ihrem Schrank anprobieren möchte - kein Problem! Und während sie ganz konzentriert übt, sich die verschiedenen Socken selbst anzuziehen, mache ich schon mal Kaffee oder andere Dinge auf meiner meilenlangen To-Do-Liste und komme zurück, wenn das Kind fertig ist, um mit ihr das restliche Outfit zu wählen. Ich genieße es sehr, dass wir nicht hetzen müssen. So wird das Anziehen nie zu einem lästigen Punkt auf der Tagesordnung, der eben erledigt werden muss.


Kommunikation ist alles

Was die Wahl des Outfits für uns beide eigentlich zu so einem schönen Teil des Morgens macht, ist die Kommunikation! Wir kommunizieren die ganze Zeit miteinander, anders funktioniert das auch gar nicht. Ich gebe meistens die Richtung vor ("Als erstes brauchst du einen Body. Willst du dir einen aussuchen gehen?" .... "Den gestreiften? Okay, dann häng die anderen mal wieder zurück." ... "Brauchst du Hilfe beim Anziehen?" ... "So. Jetzt hast du einen Body an! Was brauchen wir als nächstes? ...."), aber ich greife nicht aktiv ein, solange sie keine Hilfe einfordert (beim Anziehen zum Beispiel). Wir reden dabei auch über das Wetter. Wir reden darüber, dass wir im Winter unter einem Romper oder einer kurzen Hose immer eine Strumpfhose anziehen. Und Kniestrümpfe am besten. Wir reden darüber, dass eine gewählte Kombination eventuell zu warm oder zu kalt sein könnte und wie wir das verbessern könnten. Suchen Alternativen. Und Kompromisse. Aber bei allem bestimme ich nicht. Ich informiere nur. Ich mache Vorschläge. Ich navigiere. Ich wähle aus, wenn sie kein Interesse zeigt. Aber das letzte Wort hat immer sie.
Und wenn ihr gewähltes Outfit nur aus einem Body und Stulpen besteht, dann essen wir erst einmal Frühstück und reden vor dem Rausgehen noch mal darüber. Lautstarke Proteste oder totale Verweigerung gibt es nie. Warum auch? Sie weiß ja, dass das Anziehen bei uns kein Machtkampf ist.


Ellinors Woche in Outfits

Am Schluss noch die Frage, die bestimmt viele von euch interessiert: Was für Outfits wählt sich mein Kind denn nun, wenn es ganz alleine aussuchen kann?

Mir ist in den letzten Monaten aufgefallen, dass sie sehr wohl ihre Lieblingsteile hat, zu denen sie öfter greift, als zu anderen. Wie jeder Mensch, nehme ich an. Außerdem ist mir aufgefallen, dass sie ganz deutlich zu Kleidungsstücken aus Wolle - ob handgestrickt oder gekauft - tendiert. In den allermeisten Fällen wählt sie Wolle, wenn Wolle da ist. Ich habe ihr nie gesagt, welche ihrer Bodys aus Wolle und welche aus Baumwolle sind, zum Beispiel, also nehme ich an, dass es das angenehme Trageklima und/oder der Tragekomfort ist, der sie zu den Wollprodukten greifen lässt. Für mich ist es natürlich auch das schönste Kompliment, dass sie die Sachen, die ich ihr stricke, so liebt und so oft tagen will.

In der letzten Woche habe ich jeden Tag ein Foto vom Kind gemacht, um ihre gewählten Outfits festzuhalten.
Und los geht's! Ellinors Woche in Outfits:

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

Sonntag

19. Januar 2018

Ein Holzrahmen für's Kinderbett | DIY

Ich bekomme auf Instagram immer wieder Fragen über Ellinors Kinderbett gestellt. Vor allem, ob wir den Holzrahmen selbst gebaut haben (Ja!), und wie. Deshalb möchte ich euch heute erzählen, wie es dazu kam, dass das Kind auf dem Boden schläft seit sie 9 Monate alt ist, warum wir nie ein Gitterbett hatten, und wie wir diesen Bettrahmen denn nun gebaut haben!

Die ersten Monate ihres Lebens schlief das Kind in einem geräumigen Beistellbett (120x60cm) mit direktem Zugang zur Milchbar. Mit 9 Monaten dann, als sie anfing zu krabbeln, war diese Lösung einfach nicht mehr sicher genug, da sie auch allein im Beistellbett schlief, aber noch nicht raushatte, wie man sicher vom Elternbett herunterkam. 

Wir hätten das Beistellbett in ein Gitterbett umbauen können (es ist ein 3 in 1 Bett), aber es widerstrebte uns, unser Baby in irgendeiner Form einzusperren. Das wäre doch auch eine echt fiese Reaktion darauf gewesen, dass sie sich endlich vom Fleck bewegen konnte. Wo sie doch so lange daran gearbeitet hatte. Stattdessen wollten wir ihr gerne ermöglichen, ihre neuen Fähigkeiten einzusetzen und selbst in ihr Bett hinein und auch wieder hinaus zu krabbeln. Nur sicher, sollte es sein. Wir probierten also kurzerhand aus, die Matratze des Beistellbettes auf den Boden neben unser Bett zu legen - und es klappte wunderbar! Die Male, die sie im Schlaf von der Matratze gerollt ist, kann man von einer Hand abzählen. Es kam vor, aber dazu hatten wir immer einen Teppich und eine weiche Decke vor der Matratze zu liegen. An die Wandseite legten wir eine Bettrolle, um den Kopf zu schützen.

Unser Schwedenurlaub stand an, als sie 9 Monate alt war, mit verschiedenen Stationen unterwegs, um die Familie zu besuchen. Die Matratze einzupacken, auf der sie immer schlief, war die einfachste und idealste Lösung für den Urlaub, die wir uns hätten einfallen lassen können. Vor allem, da ich mich vorher schon immer gegen ein Reisebett gesträubt hatte (So viel Geld. So viel Plastik. So viel Zeug, das dann im Keller rumsteht.). Aber so war es perfekt.
Als wir wieder zuhause waren, waren wir uns einig, dass die Bodenmatratze bleiben musste. Wir tauschten sie allerdings aus gegen die dickere und größere Matratze (140x70cm), die vorher als Babyablageort im Wohnzimmer gedient hatte. Damit das Ganze weniger wie eine Matratze auf dem Boden und mehr wie ein Bett aussah, bekam die Matratze einen Rahmen aus Holz.

Bauanleitung


Der Bettrahmen ist aus 18mm dickem Fichtenleimholzplatten, die wir im Baumarkt zuschneiden lassen haben. Bodenplatte und Ränder. Die Bodenplatte misst 140x70cm, also genau so groß, wie die Matratze. Die Ränder sind so berechnet, dass sie ein ganz klein wenig höher sind als die  Matratzenhöhe plus die 18mm der Bodenplatte. Bei uns sind das 10cm.

Für den Ausstieg haben wir uns eine Schablone für die Rundung gebastelt, auf ein Seitenbrett übertragen und mit einer Stichsäge ausgesägt. Wir haben den Ausstieg an das Fußende gelegt, man kann ihn aber auch mittig machen. Der Ausstieg ist natürlich auch an beiden Seiten des Bettes möglich.

Danach haben wir das Bett zusammengeschraubt (mit goldfarbenen Schrauben!). Man sieht die Schrauben, aber sie fallen nicht negativ ins Auge. Wen die Schrauben stören, der kann diese natürlich auch versenken und die Löcher anschließend auffüllen. Eine gute Idee, wenn man vorhat, das Bett zu streichen!

Nach dem der Bettrahmen zusammengeschraubt ist: Gut schleifen. Und schleifen. Und schleifen. Bis alle Ecken und Kanten nicht mehr ganz so eckig und kantig sind. Jetzt kann man das Bett natürlich noch ölen oder lackieren. Wir haben unseres bisher unbehandelt gelassen, obwohl ich es vielleicht irgendwann noch mit Bienenwachsbalsam behandeln werde.

Wir lieben unser Bett auf dem Boden! Hier schläft sie, hier kuscheln wir, wickeln wir, schauen wir Bücher an. Hier sitzt sie, wenn sie sich anzieht oder es zumindest versucht. Ich finde es so schön, dass sie mich nicht rufen muss, wenn sie rein oder raus will. Sie kann es komplett selbständig und vielfältig nutzen. Es gehört ihr, nicht uns. Es ist für sie erdacht, nicht für uns. Und genau so ist es perfekt für sie, und für uns.



22. August 2017

Lieblingsbücher | Ellinor, 10 Monate

Ich sehe die Sache mit dem (Vor-)Lesen bei Ellinor total entspannt. Ich versuche nicht, ihr Bücherliebe "anzutrainieren". Ich habe keinen zurechtgelegten Plan. Ich finde es wichtig, dass ihr immer Bücher zur Verfügung stehen, die ihren Interessen, Bedürfnissen und ihrem Alter entsprechen und stets frei zugänglich und übersichtlich präsentiert sind. Bei uns stehen die Bücher (unter anderem) mit dem Cover nach vorne auf einem niedrigen Regal, an dem sich Ellinor selbstständig Bücher auswählen kann - Was, wann, und so oft sie möchte. Weitere Bücher stehen in einem kleinen Korb bereit.

Ihre Liebe zu Büchern wird sie ganz allein entdecken, oder eben nicht. Damit kann ich leben.

Und nein, wir haben ihr nicht seit der Geburt täglich vorgelesen (und nein, ich denke nicht, dass sie das nachträglich geprägt hat). Ab und zu, als sie noch winzig war, weil es sie manchmal beruhigte, einer vertrauten Stimme zuzuhören. Für eine Weile war Vorlesen lassen und anschauen für sie völlig uninteressant, aber Umblättern war der Hit. Also wurde geblättert.
Jetzt mit 10 Monaten liebt sie Bücher mit realistischen Bildern und zeigt gerne auf Sachen, die sie wiedererkennt. Außerdem liebt sie alles in Reimform Geschriebene. Ich bin immer wieder ganz fasziniert, wie aufmerksam sie zuhört, wenn ich aus diesen Büchern vorlese, und wie sie sich immer an denselben Stellen freut und lacht. Und wie ihre Augen anfangen zu leuchten, wenn man einfach so ein paar Verse aufsagt, die sie wiedererkennt. Wir haben eine ganze Reihe von Büchern zu Hause, denn ich bin immer auf der Suche nach schönen, durchdachten und liebevoll gestalteten Büchern für Kinder. Ihre Favoriten daraus werden täglich mindestens einmal hervorgeholt und angesehen oder vorgelesen:

1. Das Apfelwunder von Hans-Christian Schmidt und Andreas Nemet

Das Buch ist der absolute Hit bei Ellinor und auch für Erwachsene einfach bezaubernd gemacht. Es wird täglich gelesen und angeschaut, und dann mindestens 3 Mal hintereinander! Das Buch zeigt auf wenigen Seiten, wie ein Apfel entsteht, von der Knospe bis zur reifen Frucht. Dabei gibt es auf jeder Seite etwas zu entdecken, zum Beispiel dreht sich die Sonne, wenn man die erste Seite aufblättert, Blätter öffnen sich, oder man kann durch Schieben mit dem Finger den Apfel wachsen lassen, was Ellinor jetzt schon selbst macht. Dazu gibt es pro Seite kurze gereimte Texte. Das Buch ist ab 24 Monaten empfohlen, aber wenn man auf 2 Seiten aufpasst, dass die dreidimensionalen Objekte nicht abgerissen werden, fasziniert es schon deutlich jüngere Babys.


2. Mein Haus ist zu eng und zu klein von Axel Scheffler und Julia Donaldson

Weil ich mir für Ellinor ein Buch aus Pappe wünschte, das mehr Text zum Vorlesen (in Reimform!) hat, zog Oma Agathe bei uns ein. Eine Oma, die unzufrieden mit ihrem viel zu kleinen Haus ist, aber nachdem sie nach und nach alle ihre Tiere mit ins Haus geholt hat, die dort ordentlich Chaos anrichten, stellt sie fest, dass das Haus für sie allein doch völlig ausreichend ist. Ich liebe dieses Buch, weil es von vorne bis hinten liebevoll gemacht ist und ganz ohne fiktive Figuren oder sprechende Tiere etc. auskommt. Das Baby liebt es und, ganz wichtig, es macht auch den Erwachsenen immer wieder Spaß, das Buch vorzulesen!

3. Summer von Gerda Muller

Ein Pappbilderbuch ganz ohne Text, mit zauberhaft gemalten Bildern von Gerda Muller, die die Natur und typische Aktivitäten im Sommer zeigen, sodass selbst kleine Kinder schon Dinge finden, die sie wiedererkennen. Wir haben auch Spring, Fall und Winter von Gerda Muller, aber zur Zeit, weil Sommer ist, steht nur das Sommer-Buch auf ihrem Regal. Ellinor holt das Buch gerne hervor und betrachtet die Bilder darin ganz konzentriert, und zeigt auf Vögel, Pferde oder die Kinder, die dort dargestellt sind. Ein schönes Jahreszeitenbuch zum Anschauen, Erklären oder Geschichten erfinden und damit für jedes Alter geeignet.

5. Erstes Lernen mini Farben
Bis vor Kurzem zeigte Ellinor eine ausgeprägte Vorliebe für Blaues. Es musste immer der blaue Ball sein, das blaue Fläschchen, der blaue Strampler, die blauen Blumen. Auch wenn die Lieblingsfarbe jetzt nicht mehr so eindeutig zu erkennen ist, ihr Farbenbuch liebt sie sehr. Mir gefiel bei diesem Buch, dass die vielen dargestellten Gegenstände als echte Fotografien abgebildet sind und das Buch insgesamt einen übersichtlichen Eindruck macht. Pro Farbe gibt es eine Doppelseite mit einer Sammlung von Dingen in der jeweiligen Farbe und danach eine Doppelseite mit einem einzigen großen Motiv, wie einer gelben Zitronenscheibe in Nahaufnahme, oder einem grünen Chamäleon zwischen grünen Blättern, zum Beispiel. Ellinor schaut sich zur Zeit besonders gerne die Seiten in Rot und Gelb an und zeigt dort auf die Dinge, die sie kennt, wie die Banane, den Apfel, die Erdbeere, die Puppe oder den Stift.

4. Meine Familie

Zu ihrem ersten Weihnachtsfest riefen wir alle engsten Familienmitglieder auf, uns ein Foto von sich zu schicken und erstellten daraus mit Kleine Prints ein Babybuch. Auch Mama, Papa, ihr Lieblingskuscheltier und sie selbst haben einen Platz darin gefunden. Seitdem schaut sie sich die Gesichter ihrer Verwandtschaft immer wieder gerne an, zeigt auf manche oder lacht, wenn sie jemand besonders Beliebtes aufblättert. Das Familien-Fotobuch war eins ihrer ersten Bücher überhaupt und bis heute eine tolle Investition. Perfekt für alle, deren Familien so weit wegwohnen, dass man sie nicht alle paar Wochen besuchen kann.
Habt ihr auch Bücher, die ihr genauso sehr liebt, wie eure Kinder? Erzählt mal!




12. Juni 2017

Mein Baby ist jetzt Schlüsselkind


Kennt ihr das auch? Seit E ganz klein ist, nur ein paar Monate alt, ist sie fasziniert von unseren Haustürschlüsseln. Ganz genau hat sie schon als kleines Baby vom Tragetuch aus beobachtet, wie wir die Türen zum Haus, Briefkasten und zur Wohnung auf- oder zuschlossen, und seit sie greifen kann, ist der Schlüsselbund das Objekt ihrer Begierde, sobald es in Sichtweite ist.

Und Babys stecken natürlich alles in den Mund. Das ist, was sie tun. Und der Schlüsselbund ist vermutlich nicht gerade der keimfreiste Gegenstand im Haus. Daher musste eine Alternative her. E bekam ihren eigenen Schlüssel.
Beim Baumarkt fand ich die zwei größeren silbernen Schlüssel (ähnlich hier), der kleine Schlüssel (ähnlich hier) lag aus irgendeinem Grund auf meinem Schreibtisch herum, ohne, dass jemand wusste, zu welchem Schloss er passte. Dazu ein paar Schlüsselringe, Holzkugeln, eine mintfarbenes Wildlederband (hier als Kunstleder-Variante), Acrylfarbe (zum Beispiel diese) und spielzeuggeeigneten Klarlack auf Wasserbasis.
Die Holzkugeln habe ich bemalt und anschließend mit Klarlack lackiert, auf das Lederband gezogen und mit Knoten voneinander getrennt. Danach habe ich den Schlüsselbund zusammengebastelt. Fertig!
Der Schlüsselbund ist hier der totale Hit beim Kind! Am ersten Tag hat sie das Teil kaum einmal aus der Hand gelegt. Die Holzkugeln lassen sich gut greifen (und in den Mund stecken!) und es klappert schön. An den "echten" Schlüsselbund kommt es aber doch nicht heran. Mag daran liegen, dass sie sehr wohl merkt, dass ihrer nie zum Türen öffnen genutzt wird. Mag aber auch an dem Einhorn-Anhänger liegen, der an meinem Schlüssel dran ist....



19. Juni 2016

Ein Heißluftballon-Mobile (inkl. Halterung) | DIY

Die letzten Wochenenden hat sich etwas Historisches in unserer Wohnung ereignet - Der Herr und ich haben das erste Mal zusammen gebastelt! Okay, wenn man Küchenschränke, Regale oder Hochbeete entwerfen und bauen als basteln ansieht, dann haben wir schon oft zusammen gebastelt, aber im Grunde bin ich hier die kreative Seele des Hauses, wenn ich das mal so unverschämt behaupten darf. Als ich jetzt aber mit dem Vorschlag kam, das Mobile für's Baby doch selbst zu gestalten, war der Liebste sofort mit von der Partie. Sogar nähen hat er sich dafür beibringen lassen! Was tut man nicht alles für das eigene Kind. Er meinte auch immer, wie schön das doch ist, wenn wir unserem Mädchen später sagen können, dass wir das Mobile über seinem Bett selbst (und gemeinsam) gebastelt haben - Der Romantiker.
Man muss aber auch wirklich sagen, dass es ja unglaublich schwer ist, ein schönes Mobile zu finden! Das ganze Internet und diverse Babyläden habe ich durchforstet auf der Suche nach einem Mobile, dass nicht zu bunt, nicht zu rosa, nicht zu Plastik, nicht zu kitschig, nicht zu überladen und dann am besten auch noch schön ist. Das Teil wird schließlich in unserem Schlafzimmer hängen und so ganz mochte ich meinen Einrichtungsstil dann doch noch nicht opfern, und ich bin mir sicher, dass das Baby keinen Schreikrampf kriegt, wenn wir es zum ersten Mal nach Hause bringen und es kein rosafarbenes, musikspielendes Schmetterlings-Herzchen-Teddybären-Monster über seinem Bett vorfindet. Die Babyindustrie scheint das aber anders zu sehen. Ihr hättet mal unsere Gesichter in der Mobile-Ecke von Babyshop XY sehen sollen! Das wäre ein tolles Foto für's Babyalbum gewesen. Aber was es nicht gibt, musst du eben selbst machen!

Nachdem so viele Leute Interesse an einer Anleitung/Schnittmuster zu unserem Mobile bekundigt haben, komme ich diesem Wunsch natürlich gerne nach. Wir haben uns das Mobile von Grund auf selbst ausgedacht und auch die Halterung selbst gestaltet (Gar nicht schwer und viel viel billiger als gekauft!). Dabei hatten wir auch gar keinen künftigen Blogpost im Hinterkopf. Ich hoffe trotzdem, dass die Handyfotos und die Vorlage ausreichen, um die einzelnen Schritte nachvollziehbar zu machen. Sollte etwas unklar sein, fragt aber sehr gerne nach! Los geht's!

Das brauchst du:


Für das Mobile:
*   Filzplatten (ca. A4) in 7 Farben: 1 Wolkenfarbe, 1 Ballonkorbfarbe, 5 Ballonfarben  // meine sind von hier und ich kann den Shop nur empfehlen - tolle Qualität und superschneller Versand!
*   Stickgarn in schwarz und braun
*   weißes Baumwollgarn zum Aufhängen
*   Füllwatte
*   Nadel
*   Schere
*   Stift, der auf Filz malt
*   Vorlage, ganzseitig auf A4 ausgedruckt

Für die Halterung:
*   8mm Rundstab aus Holz (gibt's im Baumarkt in 1 Meter-Stücken)
*   Holzleiste mit quadratischem Querschnitt, alternativ ein würfelförmiger Holzbauklotz // unseres war ein Reststück vom Regalbauen mit 33mm x 33mm
*   Bohrmaschine mit 8 mm und 3 mm Holzbohrer
*   feines Schleifpapier ( 280er Körnung oder feiner)
*   4 kleine Holzperlen
*   2 kleine Schrauben mit Öse (Bilderrahmenschrauben)

Und so geht's:


1. Zuerst legst du dir alle Materialien bereit und druckst das Schnittmuster aus. Je nachdem, wie groß du die Luftballons gerne hättest, kannst du die Vorlage natürlich etwas größer oder etwas kleiner ausdrucken.
 2. Aus dem Filz in den 5 'Ballonfarben' werden jetzt die Ballonteile ausgeschnitten. Insgesamt brauchst du dieses Teil 36 Mal. Anschließend legst du dir die Teile so zurecht, wie die Ballons später aussehen sollen, je 6 Stück pro Ballon, und stapelst sie zu 6 Stapeln (beim Stapeln die Reihenfolge beachten!).
3. Jetzt folgt das große Zusammennähen. Die Ballons werden auf links mit schwarzem Garn zusammengenäht (also legst du immer 2 Teile rechts auf rechts, und nähst sie an der langen Kante zusammen, dann legst du das nächste Teil rechts auf rechts an das letzte Teil und nähst entlang der langen Kante, usw.). Wenn alle 6 Teile aneinander genäht sind, wendest du den Ballon und nähst die letzte Kante von außen (rechts) zusammen. Du hast jetzt einen Ballon mit einer runden Öffnung an der Unterseite.
4. Jetzt füllst du die Ballons schön fest mit der Füllwatte aus. Danach schneidest du aus Filz in Ballonfarben deiner Wahl (wir haben nur apricot und grau gewählt) 6 kreisförmige Teile aus (siehe Vorlage) und nähst sie von außen an die Ballons, und schließt so die Öffnung.

5. Jetzt machen wir die Wölkchen und die Ballonkörbe. Für die Wolken schneidest du die Wolkenvorlage 10 Mal aus weißem Filz (oder deiner gewählten Wolkenfarbe) aus, legst je zwei Teile deckungsgleich übereinander und vernähst sie von "rechts" mit schwarzem Garn. Wenn nur noch wenige Zentimeter offen sind, stopfst du die Wolke mit etwas Watte aus und schließt die Öffnung anschließend.

6. Für die Ballonkörbe schneidest du die Kreisform, die du schon bei den Ballonöffnungen benutzt hast, 12 Mal aus deiner gewählten "Korbfarbe" aus, sowie einen langen Streifen mit ca. 1-1,5 cm Breite, je nachdem, wie hoch der Korb werden soll. Dann vernähst du mit schwarzem Garn je eine Kreisscheibe mit dem langen Streifen. Nähe einmal um den Kreis herum, bis du wieder am Anfang ankommst, schneide dann den Streifen ab und vernähe die offene Kante, sodass ein offenes Körbchen entsteht. Das füllst du mit Watte und nähst anschließend ein weiteres rundes Teil über die Öffnung.
7. Jetzt geht es ans Zusammenbauen! Zuerst baust du kleine Heißluftballons, indem du die Ballons mit den Körben verbindest. Wir haben hierfür das braune Stickgarn verwendet, um Seile zu simulieren. Eine genaue Technik kann ich hierfür leider nicht geben, aber am Ende sollten die Körbe ca. 1 cm unterhalb der Ballons hängen. Wir haben 3 "Verbindungsseile" gewählt, weil sich das mit den Nähten der Ballons schön ausrichten lässt.

8. Nun werden die einzelnen Mobile-Parts zusammengefügt. Dazu wählst du das weiße Baumwollgarn. Verbinde die Teile so, dass vier Mal eine Wolke über einem Ballon "hängt". Ein Mal verbindest du Ballon - Wolke - Ballon. Lass den Faden nach oben hin großzügig lang, so kannst du  später die Positionen besser verändern und anpassen.

Die Mobilehalterung

Die Mobilehalterung selbst zu bauen, ist natürlich absolut optional. Du kannst dir selbstverständlich auch eine kaufen. Achte nur darauf, das es eine vierarmige Halterung ist, oder bastel noch zwei Ballon-Wolken-Teile mehr für eine sechsarmige. Selber bauen ist aber erstaunlich einfach und supergünstig noch dazu. So geht's:

1. Säge die Holzleiste so zu, dass ein Würfel entsteht. Wenn du einen Holzwürfel verwendest, sparst du dir diesen Schritt natürlich. Danach bohrst du mit dem 8mm Bohrer zwei Löcher hinein. An einer Seitenfläche etwas oberhalb des Mittelpunktes. Dann drehst du den Würfel einmal nach rechts und bohrst dort ein Loch etwas unterhalb des Flächenmittelpunktes. So kommen sich die Stäbe nicht gegenseitig in die Quere, wenn du sie hindurchsteckst. Schleife den Würfel mit feinem Schleifpapier ab.

2. Säge den 8mm-Rundstab in zwei gleichlange Teile. Du kannst dafür die Mibileteile auf einem Tisch arrangieren und die perfekte Entfernung bestimmen. Wir haben zwei 34 cm lange Stäbe gesägt. Durch die Enden bohrst du jetzt je ein Loch mit dem 3mm-Bohrer. Daran werden die Mobile-Teile später befestigt. Achte darauf, dass die Löcher in die selbe Richtung "zeigen". Abschleifen!

3. Jetzt steckst du je einen Stab durch ein Loch im Würfel. Sollte das zu locker sein, musst du sie vielleicht mit Kleber fixieren, ansonsten Kann man die Halterung gut ausrichten, indem man die Stäbe etwas verschiebt. Jetzt schraubst du noch oberhalb und unterhalb des Mobilekreuzes, an den Würfelflächen, an denen noch keine Löcher sind, je eine Ösenschraube ein. Fertig ist die Mobilehalterung!

Das einzige, was jetzt noch zu tun ist, ist das Ganze zusammenzubauen! Hänge dazu das Mobilekreuz an die Decke (oder eine Gardinenstange z.B.), indem du eine Faden durch die obere Öse ziehst. dann befestigst du erst das Teilstück mit den zwei Ballons an der unteren Öse und anschließend die vier restlichen Teilstücke an den Stangen. Dazu ziehst du den Faden durch das Loch am Stangenende, dann durch eine kleine Holzperle und machst dann auf der gewünschten Höhe einen Knoten, der nicht mehr durch die Holzperle hindurchpasst. Fertig!




12. Januar 2016

Moon pillow | DIY

-English version below-

Zu Weihnachten bekam der Liebste das Sterne-Gucken-Spezialpaket, wie ich es mal nennen möchte. Darin enthalten war ein Buch über Sternbilder (was sie bedeuten, wie und wann man sie findet), ein Fernglas um die Sterne noch ein wenig dichter heranzuholen und eine Landkarte, auf der ich eine Stelle eingetragen habe, die besonders wenig Lichtverschmutzung aufweist und damit besonders gut zum Sterne gucken geeignet ist. Die Sterne, Sternbilder, Galaxien und das Weltall an sich faszinieren uns beide und ich denke, wir haben da eine gute Balance zwischen Romantik und - als studierte Physiker - ernsthaftem wissenschaftlichem Interesse gefunden. Aber zurück zu den Geschenken: Das Buch, die Karte und das Fernglas waren mir natürlich viel zu praktisch. Also musste noch etwas hübsches dazu, das thematisch passt. So wurde die Idee des Mondkissens geboren. Und so wird's gemacht:

Moon Pillow


Das brauchst du:


Mondstoff - Den Stoff für das Kissen habe ich mir extra drucken lassen. Dafür einfach ein Foto des Mondes nehmen und zum Beispiel auf spoonflower.com hochladen und auf Stoff drucken lassen. Dabei darauf achten, das der Mond mindestens 2 Mal ganz auf dem Stoff abgebildet ist und die gewünschte Größe hat. Meiner hat einen Durchmesser von etwa 45cm. 
Reißverschluss - ca. 45cm
Kissenfüllung - Ich habe diese runden Daunenkissen mit 50 cm Durchmesser gekauft, die sich allerdings als etwas zu groß erwiesen haben. Deshalb musste ich sie öffnen, einige Hände voll Federn herausnehmen und wieder zunähen. Mit kleineren Kissen wäre es vermutlich einfacher gewesen.
Nähmaschine
Garn
Schere
Stecknadeln

Und so geht es:

1. Zuerst einmal wäscht du den Stoff. Das sollte man natürlich immer machen, aber meiner roch als er ankam auch noch ziemlich unangenehm nach Chemie. Aus dem sauberen Stoff schneidest du den Mond aus, aber lässt einen Rand als Nahtzugabe. Das ganze zweimal, für die Vorder- und Rückseite.

2. Lege die beiden Stoffteile rechts auf rechts aufeinander und setze ein paar Pins so, dass die Ränder der Monde direkt aufeinander liegen.
3. Nähe jetzt für einige Zentimeter ein klein wenig innerhalb des Mondrandes entlang (im Geradstich). Dann nähst du den Reißverschluss ein. (Wie genau man einen Reißverschluss korrekt einnäht kann ich euch leider nicht sagen. Ich mache es immer nach Bauchgefühl. Es gibt aber auch eine Menge von Youtube-Videos zu dem Thema.) Danach legst du die beiden Teile wieder rechts auf rechts aufeinander, steckst sie mit Pins fest und nähst auch noch den Rest herum.

4. Drehe den Stoff durch die Reißverschlussöfnung nach rechts und stecke ein Daunenkissen hinein. Fertig ist das Mondkissen a.k.a. der Kuschelmond!

Moon Pillow


What you need:


Moon fabric -  I designed the fabric myself over at spoonflower.com and got it printed. You just have to upload a photo of the moon. Be careful, that you have at least 2 full motifs on your fabric. My moons are about 45cm in diameter. 
zipper - about 45cm
down pillow - I used these round ones with a 50cm diameter that showed to be slightly too big for the pillow case, so I opened them, removed a few handfuls of downs and sewed them shut again. You could of course buy a pillow in the right size.
sewing machine
thread
scissors
pins

How it works:

1. Wash and iron the fabric before you use it. Then cut out two moons with a seam allowance.

2. Put the two fabric pieces right sides together and pin them in place. Make sure the edges of  the moons align perfectly.

3. Sew a few centimeters slightly on the left to the moon's edge with a straight stitch. Then insert the zipper. (I'm sorry that I can't give you instructions on inserting zippers, I just wing it every time. But there are a lot of decent youtube-videos if you need help there.) Afterwards put the two pieces right sides facing again, pin them together and sew around the rest of the moon.

4. Turn the fabric right sides out through the zipper opening and put the down pillow inside.



12. Mai 2015

Alphabet pendants and how to make easy tassels | DIY

Hey guys! I hope you aren't yet tired of alphabet beads, because here comes another tutorial with pastel colored alphabet beads this time. We're making fun and easy pendants that can be used for personalized necklaces or keys or loads of other different purposes.  I'll also show you how you can make very easy tassels for jewelry without end caps and glue. It's a great project to make for or with kids!

What you need:


BEADS:
alphabet beads (I used acrylic beads in mixed pastel colors)

chain - if you want it to be a necklace pendant
eyepins - the ones I used are 5cm long and hold up to 5 alphabet beads. For longer words use longer eyepins.
jump rings (I used 4mm and 6mm jump rings)

TOOLS & OTHER:
round nose pliers
chain nose pliers
needle
nylon cord (similar here)
lighter

How it works:

1. To make a simple tassel you cut a long strand of the nylon cord and fold it in half and fold that in half and repeat until it has about three times the length that you want it to be. Pull it through one of the 6mm jump rings.

2. Fold the nylon cords over the jump ring like in the picture above. Find one of the two loose ends of the cord and thread it through the needle. Now wrap that loose cord around the whole strand of cords for a few times, just below the jump ring. While you hold everything tight with your left hand, push the needle down behind the wrap you just made, pull through and tighten up.

3. To finish up the tassel, cut it to your desired length and carefully melt the ends with a lighter to prevent the cords to unravel. You've made a tassel!

4. Now, the next steps are very similar to the instructions for the alphabet necklaces. String the alphabet beads onto an eyepin. Make sure there are about 1-2cm left at the end to create a second eye.

5. To make the second eye, grip the pin with the chain nose pliers right behind the last bead and bend the remaining pin into an 45° angle. Now make a loop with the round nose pliers until the end of the pin points downwards, cut away the excess wire using the sidecutter and maybe correct slightly with the chain nose pliers again. Here's also a nice video tutorial.

6. Add a 4mm jump ring to one end of the eyepin. Connect the eyepin and the tassel with a 6mm eyepin.

The pendant is now complete and can be strung onto a necklace or used as a key pendant or anywhere else you  would want to add a personal touch. I know that I had similar pendants on my pencil case and on my backpack in school. They would also make great gift tags for birthdays!


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