Curious and Catcat

12. Juni 2017

Mein Baby ist jetzt Schlüsselkind


Kennt ihr das auch? Seit E ganz klein ist, nur ein paar Monate alt, ist sie fasziniert von unseren Haustürschlüsseln. Ganz genau hat sie schon als kleines Baby vom Tragetuch aus beobachtet, wie wir die Türen zum Haus, Briefkasten und zur Wohnung auf- oder zuschlossen, und seit sie greifen kann, ist der Schlüsselbund das Objekt ihrer Begierde, sobald es in Sichtweite ist.

Und Babys stecken natürlich alles in den Mund. Das ist, was sie tun. Und der Schlüsselbund ist vermutlich nicht gerade der keimfreiste Gegenstand im Haus. Daher musste eine Alternative her. E bekam ihren eigenen Schlüssel.
Beim Baumarkt fand ich die zwei größeren silbernen Schlüssel, der kleine Schlüssel lag aus irgendeinem Grund auf meinem Schreibtisch herum, ohne, dass jemand wusste, zu welchem Schloss er passte. Dazu ein paar Schlüsselringe, Holzkugeln, eine mintfarbenes Wildlederband, Acrylfarbe und spielzeuggeeigneten Klarlack auf Wasserbasis.
Die Holzkugeln habe ich bemalt und anschließend mit Klarlack lackiert, auf das Lederband gezogen und mit Knoten voneinander getrennt. Danach habe ich den Schlüsselbund zusammengebastelt. Fertig!
Der Schlüsselbund ist hier der totale Hit beim Kind! Am ersten Tag hat sie das Teil kaum einmal aus der Hand gelegt. Die Holzkugeln lassen sich gut greifen (und in den Mund stecken!) und es klappert schön. An den "echten" Schlüsselbund kommt es aber doch nicht heran. Mag daran liegen, dass sie sehr wohl merkt, dass ihrer nie zum Türen öffnen genutzt wird. Mag aber auch an dem Einhorn-Anhänger liegen, der an meinem Schlüssel dran ist....



30. April 2017

6 Monate mit Ellinor!

Hallo! Ich melde mich wieder aus der Versenkung. Ich nenne es einfach mal "Baby-Pause". Wir haben die letzten 6 Monate (okay, fast 7), seit Ellinor auf der Welt ist, dafür genutzt, uns kennenzulernen, aufeinander einzugrooven, ins neue Leben einzufinden, und ganz ganz viel zu kuscheln. Museln, so nennen wir das hier.
Wenn ich jetzt anfange, ins Detail zu gehen, sitzen wir in 2 Wochen noch hier, deshalb fasse ich mich kurz: Das Leben mit einem Baby ist toll. Anstrengend, aber toll. Und vor allem lustig. Und eigentlich bisher genau so, wie schon die Schwangerschaft und die Geburt - Wunderschön und ganz entspannt. Ja, entspannt. Ehrlich!

Mit 6 (fast 7) Monaten liebt Ellinor Essen, Spaziergänge in der Babytrage, Sitzen, Sabberküsschen verteilen, Rasseln, wenn ihre Mama "Yesterday" von den Beatles singt und Erdbeeren. Ihre Lieblingsfarbe ist Blau. Auf dem Bauch liegen mag sie immer noch nicht, aber sie kann sich jetzt umdrehen und muss es so auch nicht mehr. Ihr Kichern ist das schönste Geräusch, dass es auf der Welt gibt...

Und, ja, die Leute haben Recht, wenn sie sagen, dass die Babys so schnell wachsen. Babys wachsen wahnsinnig schnell. Aber das ist ja nichts Schlechtes! (Die selben Leute fügen nämlich auch häufig gerne so etwas hinzu, wie: "Genießt die Zeit, in denen sie noch nicht mit euch diskutieren können." oder: "Bald fängt sie an zu krabbeln, dann ist es vorbei mit der Ruhe.") Ich habe die Zeit sehr genossen, in der Ellinor noch so klein und zart und so sehr von mir abhängig war, aber genauso genieße ich die Zeit jetzt, wo sie selbstständig sitzen kann, aus einem Trinkhalm trinkt und ihrem Spiegelbild Küsschen gibt. Und ich freue mich ebenso riesig auf das Krabbeln, Laufen und alles, was noch kommt. Denn dann geht der Spaß doch erst richtig los, oder?





23. Januar 2017

Making Memories | Erinnerungskärtchen DIY

Ich habe da mal was gebastelt. Mal ist gut, hat ewig gedauert.
Die Mamis unter euch wissen ja, wie das so ist mit einem Baby: Ständig lernt es etwas dazu und kann mehr und macht lauter lustige Sachen und ganz ganz viel zum allerersten Mal. Auf dem Bauch liegen, ohne sofort loszubrüllen, zum Beispiel. Auf dem Bauch liegen und lächeln. Sich in Bauchlage auf die Unterarme hochstützen. Das erste Mal in Bauchlage nach etwas greifen. Auf dem Bauch liegend mit etwas spielen... Es ist sozusagen eine ganze Flut an "Meilensteinen", jeden Tag. Weil für eine Mutter (besonders mit dem ersten Kind) lauten die Meilensteine nicht nur "Drehen, krabbeln, laufen, sprechen". Oooh nein. Nein nein nein. Letztens habe ich Ellinor in den Autositz (AKA Staatsfeind Nr. 1) gesetzt und sie hat ... gelächelt! Gelächelt statt geschrien als wäre der Leibhaftige hinter ihr her! Zum allerersten Mal! Und ja, während andere jetzt müde lächeln - für mich war das ein riesen Durchbruch im Leben meines Babys.

Der Liebste meinte letztes, man müsste sich diese Meilenstein-Momente, die großen und die etwas kleineren, doch eigentlich aufschreiben, damit man später in 10 Jahren noch weiß, was E wann gemacht, gesagt und gelernt hat.
Recht hatte er.
Also entwarfen wir ein paar hübsche Kärtchen, die nach Monaten, Kalenderwochen und Regenbogenfarben (letzteres war natürlich meine Idee!) geordnet sind, und auf denen man vorne und hinten auf 2 Zeilen kleine Notizen vermerken kann - und zwar von 2017 bis 2026! 10 Jahre lang! Irgendwann kann man dann nachsehen, was diese Woche besonderes passiert ist, was vor einem Jahr in dieser Woche und was vor 5 Jahren. So hat man nicht nur viele kleine Erinnerungen, sondern kann auch sehen, welche Entwicklung es im Laufe der Jahre gegeben hat. Natürlich geht das ganze auch mit anderen Dingen, als den Baby-Meilensteinen. Wir werden einfach immer eintragen, wenn etwas Schönes, Spannendes, Erinnerungswürdiges passiert ist. Babybezogen oder nicht. Ich freu mich drauf.

Und da ich gerne teile (und weil es so viel Arbeit gemacht hat), habe ich heute die Vorlage für alle, die auch gerne so ein schönes Erinnerungsprojekt starten wollen.


Eine kleine Anleitung:

Das PDF-Dokument besteht aus 53 Seiten: 52 Vorderseiten, mit den Kalenderwochen drauf, und eine Rückseite. Das Kartenformat, das ich verwendet habe, ist 13,75cm x 10,5cm. Das ist etwas ungewöhnlich, weil ich weiße Pappe wiederverwendet habe, die beim Basteln der Rahmen für meine Stickbilder übrig geblieben ist, und die hatte nun einmal diese Größe. Schneidet euch also, bevor ihr mit dem Drucken beginnt, 52 Karten aus dünner weißer Pappe oder stabilem Papier in der entsprechenden Größe zu und stellt vor dem Drucken diese Größe auch als Druckerpapierformat ein, sowie "Randloser Druck".
Testet am besten einmal, ob beim Drucken alles funktioniert. Dann druckt zuerst Seite 1 bis 52. Das sind alle Vorderseiten. Danach druckt ihr 52 Mal die Seite 53 auf die Rückseite aller Karten. Voilà! Fertig sind die Erinnerungskarten. Jetzt nur noch einen hübschen und leicht erreichbaren Ort zum Aufbewahren finden und fleißig Erinnerungen aufschreiben!

Viel Spaß dabei!

14. Oktober 2016

"Wie jetzt, ihr habt keinen Kinderwagen!?"

Wenn man das erste Mal schwanger ist, sieht man sich sehr schnell mit einer schier endlosen Liste an Dingen konfrontiert, die man sich für das Baby unbedingt anschaffen muss: Babybett, Wickeltisch, Windeln, Schnuller, Babykleidung, Wärmestrahler, Spielbogen, Nachtlicht, Autositz, Kinderwagen. Um hier nur ein paar zu nennen. So habe ich auch schnell herausgefunden, wie viel ein Baby eigentlich kostet, bevor es überhaupt da ist.

Ein großes Thema war da der Kinderwagen. Ein Kinderwagen gehört zur Grundausstattung, klar. Aber je länger ich darüber nachdachte, umso unpraktischer erschien mir die ganze Sache. Wo soll er stehen, wenn er nicht benutzt wird? Im Keller? In der Wohnung ist kein Platz, der Keller hat eine superschmale, steile Treppe. Da schleppe ich das Teil bestimmt nicht rauf und runter! - dachte ich mir. Preislich ist so ein Teil ja auch nicht gerade günstig. Besonders, wenn dem Liebsten, der eben beruflich mit solchen Sachen zu tun hat, wichtig ist, welche (Kunst-)Stoffe an die Haut und in die Atemwege des Babys kommen. Dann die Gehwege hier im Ort. An den meisten Stellen sind sie so schmal, dass zwei Personen gerade so nebeneinander laufen können, ohne auf die viel befahrene Hauptstraße zu kippen. An manchen Stellen geht es auch nur hintereinander. Gerne schräg und uneben und halb von Autos zugeparkt. Ich sah mich schon mit Kinderwagen einen dieser Gehwege entlang gehen, der Liebste aus Platzgründen hinter mir (Romantik pur). Vor mir ein parkendes Auto, neben mir der Feierabendverkehr, in dem ich jetzt eine Lücke abpassen muss, um mit dem Baby auf die Straße und um das parkende Auto herum zu manövrieren...

Auf meine Ankündigung hin, dass wir uns keinen Kinderwagen anschaffen werden, reagierte meine Mutter mit Unverständnis, um es mal nett auszudrücken. Stattdessen besorgten wir uns eine Babytrage und zwei Tragetücher und übten schon mal die eine oder andere Wickeltechnik mit einer Puppe.
Jetzt gab es nur noch ein klitzekleines Problem in meinem raffinierten Plan: Das Baby würde sein erstes halbes Lebensjahr im Herbst und Winter verbringen. Wie kann ich mein Kind bei Schnee und Eis tragen, dachte ich mir, ohne, dass einer von uns beiden friert? Das Internet sagte, das Baby würde von meiner Körperwärme ausreichend gewärmt und ich solle einfach die Jacke vorne auflassen. Ich. Die am liebsten im dicksten (Fake-!)Pelzmantel rausgehen würde, sobald das Thermometer unter 15°C sinkt. Ich lasse bestimmt nicht meine Jacke auf! Die Alternative, das Baby über der Jacke zu tragen und ihm einen warmen Anzug anzuziehen, schien mir wiederum reichlich umständlich. Ich stellte mir das vor, wie ein riesiges Michelin-Männchen, das mit einem kleineren Michelin-Männchen vor der Brust durch den Schnee stapft.
Ich war ehrlich gesagt ziemlich ratlos.

Dann, als hätten sie es gewusst, erreichte mich eine E-Mail von DaWanda, ob ich nicht eine Tragejacke von GoFuture with Love ausprobieren möchte. Auf jeden Fall wollte ich!
Ich suchte mir eine herrlich warm gefütterte Shell Concordia Kängurujacke in olivgrün aus, und schon kurze Zeit später brachte mir der Postbote meine eigene, wundervolle Tragejacke. Ich liebe alles an ihr! Und das sage ich nicht, weil ich es muss, sondern, weil es meine ganz ehrliche Meinung ist. Das fängt schon bei den kleinen Dingen an, wie den gefütterten Taschen. Gefütterte Taschen! Ich hatte mal in der 10. Klasse einen Wintermantel, der mit warmem Teddyfell gefütterte Taschen hatte. Ich hatte niemals kalte Hände. In den Pausen auf dem eisigen Schulhof durften sich meine Freundinnen eine Tasche "borgen", um ihre Hände zu wärmen. Es war eine tolle Zeit - bis mein Cousin an Silvester versehentlich einen Böller in eine der Taschen warf und das Teddyfell verschmorte...
Die Tragejacke funktioniert mit einem Trageeinsatz, der vorne in den Reißverschluss eingezippt wird. So hat das Kind, das unter der Jacke in der Babytrage oder einem Tuch getragen wird, genug Platz (und eine eigene Kapuze!). Man kann die Jacke von GoFuture, wenn man mal ohne Baby unterwegs ist, also auch ohne Einsatz tragen. Wie eine normale Jacke eben. Super Sache, so hat man länger was davon!
Der Knaller für mich Hochschwangere war ja auch der Schwangereneinsatz, der ebenfalls dazu gehört. Eine Baucherweiterung zum reinzippen quasi. Das Teil war meine Rettung, als aus dem Septemberbaby doch ein Oktoberbaby wurde, es plötzlich nicht mehr Sommer sondern kalt und regnerisch war, und schon längst keine meiner anderen Jacken mehr zuging. Großartig!

Die Fotos, die ihr hier seht (die mit Trageeinsatz), entstanden beim allerersten Spaziergang, den ich mit unserer kleinen Ellinor unternehmen durfte. Da war sie gerade eine Woche alt. Bis dahin hatte ich Bettruhe verordnet bekommen. Ihr erster Spaziergang war es allerdings nicht, der Papa war vorher schon einige Male mit der Babytrage unterwegs gewesen. Am Rhein und in den Weinbergen und im Ort.
Wir wählten für unseren Spaziergang das Naturschutzgebiet. Oder eher den Weg dorthin. Ich war leider noch nicht so gut zu Fuß, sodass wir auf halbem Weg wieder umgedreht sind. Schön war es trotzdem! Und als wir so (nebeneinander!) einen dieser superschmalen Gehwege entlang gingen, kam uns von vorne ein anderes Pärchen entgegen. Mit Babytrage. Wir grüßten uns nett und teilten ein wissendes Lächeln...
Tragejacke von GoFuture with love via DaWanda


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