Curious and Catcat

6. September 2016

Lieblingspflaumenmus

Hallo, ihr Lieben! So als Schwangere ist man ja irgendwie ständig beschäftigt: die Wohnung vorbereiten und dabei alle Schränke und Regale neu sortieren, Babysachen waschen, spontane Näh- und Strickprojekte, den Schrank nach Kleidern durchsuchen, die noch passen und oh so viele Termine! Der Blog ist dabei in den Hintergrund getreten, und ich hoffe, ihr versteht das.

Heute melde ich mich dafür mit etwas ganz Besonderem zurück: Unserem absoluten Lieblingsmarmeladenrezept! Für den Herrn des Hauses gehört Pflaumenmus einfach zu einem guten Frühstück dazu, ich bin eigentlich kein großer Fan von (Supermarkt-)Pflaumenmus - aber wir beide lieben diese Variante! Seit drei Jahren ist dieses Pflaumenmus ein Dauerbrenner auf unserem Frühstückstisch. Wir lieben diese Marmelade so sehr, dass wir immer gleich so viel herstellen, dass wir das ganze Jahr über davon essen können. Man muss ein wenig Zeit einplanen, da das Mus für 3 Stunden in den Ofen muss. Stellt also sicher, dass ihr genug Zeit habt!


Lieblingspflaumenmus

(für ca. 4 Gläser à 250ml - 30 min Arbeitszeit - 3 h Backzeit)

Zutaten

2 kg Pflaumen oder Zwetschgen
500g Zucker
1 TL Zimt
1 Msp. Nelkenpulver
1 EL Zitronensaft



Und so geht's:



1. Den Ofen auf  175° C vorheizen.

2. Pflaumen waschen, halbieren und mit einem Pürierstab grob pürieren.
3. Zucker, Zimt, Nelken und Zitronensaft dazu geben und verrühren. Die Mischung in eine Auflaufform füllen und für 3 Stunden in den Ofen stellen. Nach ca. 1 Stunde ab und zu umrühren.

4. Während das Pflaumenmus im Ofen ist, die Einweckgläser und Deckel heiß ausspülen und bereit stellen. Sobald die 3 Stunden um sind, das fertige Pflaumenmus kurz abschmecken und evtl. nachzuckern/-würzen. Anschließend sofort in die Gläser füllen und diese fest verschließen.


Das Pflaumenmus ist mindestens 6 Monate haltbar. Wir stellen, wie gesagt, gleich einen Jahresvorrat her, und hatten bisher keine Probleme mit der Haltbarkeit.

Guten Appetit!





19. Juni 2016

Ein Heißluftballon-Mobile (inkl. Halterung) | DIY

Die letzten Wochenenden hat sich etwas Historisches in unserer Wohnung ereignet - Der Herr und ich haben das erste Mal zusammen gebastelt! Okay, wenn man Küchenschränke, Regale oder Hochbeete entwerfen und bauen als basteln ansieht, dann haben wir schon oft zusammen gebastelt, aber im Grunde bin ich hier die kreative Seele des Hauses, wenn ich das mal so unverschämt behaupten darf. Als ich jetzt aber mit dem Vorschlag kam, das Mobile für's Baby doch selbst zu gestalten, war der Liebste sofort mit von der Partie. Sogar nähen hat er sich dafür beibringen lassen! Was tut man nicht alles für das eigene Kind. Er meinte auch immer, wie schön das doch ist, wenn wir unserem Mädchen später sagen können, dass wir das Mobile über seinem Bett selbst (und gemeinsam) gebastelt haben - Der Romantiker.
Man muss aber auch wirklich sagen, dass es ja unglaublich schwer ist, ein schönes Mobile zu finden! Das ganze Internet und diverse Babyläden habe ich durchforstet auf der Suche nach einem Mobile, dass nicht zu bunt, nicht zu rosa, nicht zu Plastik, nicht zu kitschig, nicht zu überladen und dann am besten auch noch schön ist. Das Teil wird schließlich in unserem Schlafzimmer hängen und so ganz mochte ich meinen Einrichtungsstil dann doch noch nicht opfern, und ich bin mir sicher, dass das Baby keinen Schreikrampf kriegt, wenn wir es zum ersten Mal nach Hause bringen und es kein rosafarbenes, musikspielendes Schmetterlings-Herzchen-Teddybären-Monster über seinem Bett vorfindet. Die Babyindustrie scheint das aber anders zu sehen. Ihr hättet mal unsere Gesichter in der Mobile-Ecke von Babyshop XY sehen sollen! Das wäre ein tolles Foto für's Babyalbum gewesen. Aber was es nicht gibt, musst du eben selbst machen!

Nachdem so viele Leute Interesse an einer Anleitung/Schnittmuster zu unserem Mobile bekundigt haben, komme ich diesem Wunsch natürlich gerne nach. Wir haben uns das Mobile von Grund auf selbst ausgedacht und auch die Halterung selbst gestaltet (Gar nicht schwer und viel viel billiger als gekauft!). Dabei hatten wir auch gar keinen künftigen Blogpost im Hinterkopf. Ich hoffe trotzdem, dass die Handyfotos und die Vorlage ausreichen, um die einzelnen Schritte nachvollziehbar zu machen. Sollte etwas unklar sein, fragt aber sehr gerne nach! Los geht's!

Das brauchst du:


Für das Mobile:
*   Filzplatten (ca. A4) in 7 Farben: 1 Wolkenfarbe, 1 Ballonkorbfarbe, 5 Ballonfarben  // meine sind von hier und ich kann den Shop nur empfehlen - tolle Qualität und superschneller Versand!
*   Stickgarn in schwarz und braun
*   weißes Baumwollgarn zum Aufhängen
*   Füllwatte
*   Nadel
*   Schere
*   Stift, der auf Filz malt
*   Vorlage, ganzseitig auf A4 ausgedruckt

Für die Halterung:
*   8mm Rundstab aus Holz (gibt's im Baumarkt in 1 Meter-Stücken)
*   Holzleiste mit quadratischem Querschnitt, alternativ ein würfelförmiger Holzbauklotz // unseres war ein Reststück vom Regalbauen mit 33mm x 33mm
*   Bohrmaschine mit 8 mm und 3 mm Holzbohrer
*   feines Schleifpapier ( 280er Körnung oder feiner)
*   4 kleine Holzperlen
*   2 kleine Schrauben mit Öse (Bilderrahmenschrauben)

Und so geht's:


1. Zuerst legst du dir alle Materialien bereit und druckst das Schnittmuster aus. Je nachdem, wie groß du die Luftballons gerne hättest, kannst du die Vorlage natürlich etwas größer oder etwas kleiner ausdrucken.
 2. Aus dem Filz in den 5 'Ballonfarben' werden jetzt die Ballonteile ausgeschnitten. Insgesamt brauchst du dieses Teil 36 Mal. Anschließend legst du dir die Teile so zurecht, wie die Ballons später aussehen sollen, je 6 Stück pro Ballon, und stapelst sie zu 6 Stapeln (beim Stapeln die Reihenfolge beachten!).
3. Jetzt folgt das große Zusammennähen. Die Ballons werden auf links mit schwarzem Garn zusammengenäht (also legst du immer 2 Teile rechts auf rechts, und nähst sie an der langen Kante zusammen, dann legst du das nächste Teil rechts auf rechts an das letzte Teil und nähst entlang der langen Kante, usw.). Wenn alle 6 Teile aneinander genäht sind, wendest du den Ballon und nähst die letzte Kante von außen (rechts) zusammen. Du hast jetzt einen Ballon mit einer runden Öffnung an der Unterseite.
4. Jetzt füllst du die Ballons schön fest mit der Füllwatte aus. Danach schneidest du aus Filz in Ballonfarben deiner Wahl (wir haben nur apricot und grau gewählt) 6 kreisförmige Teile aus (siehe Vorlage) und nähst sie von außen an die Ballons, und schließt so die Öffnung.

5. Jetzt machen wir die Wölkchen und die Ballonkörbe. Für die Wolken schneidest du die Wolkenvorlage 10 Mal aus weißem Filz (oder deiner gewählten Wolkenfarbe) aus, legst je zwei Teile deckungsgleich übereinander und vernähst sie von "rechts" mit schwarzem Garn. Wenn nur noch wenige Zentimeter offen sind, stopfst du die Wolke mit etwas Watte aus und schließt die Öffnung anschließend.

6. Für die Ballonkörbe schneidest du die Kreisform, die du schon bei den Ballonöffnungen benutzt hast, 12 Mal aus deiner gewählten "Korbfarbe" aus, sowie einen langen Streifen mit ca. 1-1,5 cm Breite, je nachdem, wie hoch der Korb werden soll. Dann vernähst du mit schwarzem Garn je eine Kreisscheibe mit dem langen Streifen. Nähe einmal um den Kreis herum, bis du wieder am Anfang ankommst, schneide dann den Streifen ab und vernähe die offene Kante, sodass ein offenes Körbchen entsteht. Das füllst du mit Watte und nähst anschließend ein weiteres rundes Teil über die Öffnung.
7. Jetzt geht es ans Zusammenbauen! Zuerst baust du kleine Heißluftballons, indem du die Ballons mit den Körben verbindest. Wir haben hierfür das braune Stickgarn verwendet, um Seile zu simulieren. Eine genaue Technik kann ich hierfür leider nicht geben, aber am Ende sollten die Körbe ca. 1 cm unterhalb der Ballons hängen. Wir haben 3 "Verbindungsseile" gewählt, weil sich das mit den Nähten der Ballons schön ausrichten lässt.

8. Nun werden die einzelnen Mobile-Parts zusammengefügt. Dazu wählst du das weiße Baumwollgarn. Verbinde die Teile so, dass vier Mal eine Wolke über einem Ballon "hängt". Ein Mal verbindest du Ballon - Wolke - Ballon. Lass den Faden nach oben hin großzügig lang, so kannst du  später die Positionen besser verändern und anpassen.

Die Mobilehalterung

Die Mobilehalterung selbst zu bauen, ist natürlich absolut optional. Du kannst dir selbstverständlich auch eine kaufen. Achte nur darauf, das es eine vierarmige Halterung ist, oder bastel noch zwei Ballon-Wolken-Teile mehr für eine sechsarmige. Selber bauen ist aber erstaunlich einfach und supergünstig noch dazu. So geht's:

1. Säge die Holzleiste so zu, dass ein Würfel entsteht. Wenn du einen Holzwürfel verwendest, sparst du dir diesen Schritt natürlich. Danach bohrst du mit dem 8mm Bohrer zwei Löcher hinein. An einer Seitenfläche etwas oberhalb des Mittelpunktes. Dann drehst du den Würfel einmal nach rechts und bohrst dort ein Loch etwas unterhalb des Flächenmittelpunktes. So kommen sich die Stäbe nicht gegenseitig in die Quere, wenn du sie hindurchsteckst. Schleife den Würfel mit feinem Schleifpapier ab.

2. Säge den 8mm-Rundstab in zwei gleichlange Teile. Du kannst dafür die Mibileteile auf einem Tisch arrangieren und die perfekte Entfernung bestimmen. Wir haben zwei 34 cm lange Stäbe gesägt. Durch die Enden bohrst du jetzt je ein Loch mit dem 3mm-Bohrer. Daran werden die Mobile-Teile später befestigt. Achte darauf, dass die Löcher in die selbe Richtung "zeigen". Abschleifen!

3. Jetzt steckst du je einen Stab durch ein Loch im Würfel. Sollte das zu locker sein, musst du sie vielleicht mit Kleber fixieren, ansonsten Kann man die Halterung gut ausrichten, indem man die Stäbe etwas verschiebt. Jetzt schraubst du noch oberhalb und unterhalb des Mobilekreuzes, an den Würfelflächen, an denen noch keine Löcher sind, je eine Ösenschraube ein. Fertig ist die Mobilehalterung!

Das einzige, was jetzt noch zu tun ist, ist das Ganze zusammenzubauen! Hänge dazu das Mobilekreuz an die Decke (oder eine Gardinenstange z.B.), indem du eine Faden durch die obere Öse ziehst. dann befestigst du erst das Teilstück mit den zwei Ballons an der unteren Öse und anschließend die vier restlichen Teilstücke an den Stangen. Dazu ziehst du den Faden durch das Loch am Stangenende, dann durch eine kleine Holzperle und machst dann auf der gewünschten Höhe einen Knoten, der nicht mehr durch die Holzperle hindurchpasst. Fertig!




18. April 2016

Wie verwandele ich meinen Garten/Balkon/Terrasse in ein grünes Paradies? - Ein Interview.

Endlich wieder Frühling! Ich liebe den Frühling. Auch, weil jetzt wieder die Gartensaison beginnt. Liebend gerne würde ich euch jetzt allen offenbaren, wie man mit wenigen Mitteln und wenig Geld ein dunkles Loch in einen Traumgarten verwandelt, aber wer mir auf Instagram folgt, weiß, dass bei uns der Traum von Garten noch eher work in progress ist. Deshalb möchte ich euch heute den Menschen vorstellen, der mein großes Vorbild in Sachen Gärtnern ist und der auf kleinem Raum eine absolut traumhafte grüne Oase erschaffen hat, wo man ganz wunderbar die Seele baumeln lassen kann - Meinen Papa! Seit meine Eltern im Jahr 2009 in ein neues, kleineres Haus gezogen sind hat mein Papa den kleinen, ummauerten Innenhof in ein wahres Paradies verwandelt - Ich kann es einfach nicht anders sagen. Wenn wir im Frühling bis Spätsommer meine Eltern besuchen, verbringen wir mehr Zeit im Garten als im Haus. Blumen, Kräuterkübel, duftende Rosen, aber auch Säulenobst und ein kleines Gewächhaus gibt es hier, sodass das Gärtchen nicht nur etwas für's Auge, sondern auch für den Magen ist. Gestriegelt und mit dem Lineal gezogen ist hier nichts, aber dafür unglaublich charmant.

Ich habe da mal nachgefragt. Wie er das geschafft hat, was wir tun müssen, um auch so eine wild-romantische Oase in unserem Garten, auf der Terrasse oder unserem Balkon zu schaffen, und vor allem - wo und wie man da am besten anfängt.
Los geht's!

Stell dich kurz vor.

Ich heiße Michael, 59 Jahre alt, und im Handwerk tätig. Aufgewachsen bin ich auf dem Lande in einem großen Haus, mit einem sehr großen Garten. Dieser wurde wegen der Versorgungslage in der DDR und unserem geringen Haushaltseinkommen intensiv als Nutzgarten bewirtschaftet. Da mussten auch wir Kinder früh ran und mithelfen. Das machte uns Kindern und Jugendlichen oft keinen Spaß. Besonders Umgraben und Unkraut jäten waren sehr unbeliebt. Das war auch einer der Gründe, warum ich meine 1. Lehre weit weg von Zuhause begann. Erst später fing ich wieder an im Garten meiner Mutter mit zu helfen. Anfangs habe ich mich um das Obst gekümmert. Wenn man Interesse an der Natur hat und die Vorgänge beobachtet sieht man schnell, welche Eingriffe, welche Reaktionen hervorrufen. Außerdem ist Gartenarbeit ein guter Ausgleich für die Seele. So wurde Gärtnern zu meinem Hobby.

Was magst du am liebsten an deinem Garten -  worauf bist du am besonders stolz?

Am liebsten sind mir die Rosen. Wir haben uns vor dem Kauf im Internet schlau gemacht, welche Rosensorten duften, mehrmals blühen, wie groß werden und resistent gegen Krankheiten sind. Nach dem letzten milden Winter werden sie in diesem Jahr besonders üppig blühen. Und wenn der Sommerflieder blüht, flattern dort unzählige bunte Schmetterlinge umher.

In eurem Garten blüht immer irgendwas! Welche Pflanzen gehören für dich in eine schöne Blumenrabatte, die das ganze Jahr blüht?

Als erstes Frühblüher, also Blumenzwiebeln damit das Frühjahr gleich mit bunten Blumen beginnt. Gelbe Winterlinge, Schneeglöckchen, Märzenbecher, Krokusse, Tulpen, Narzissen. Das blüht schon bis in den Mai hinein. Man kann sich auch immer gute Ideen in Nachbars Garten oder anderswo holen. Niedrige Pflanzen vorne, hohe hinten.

Ein neues Haus, ein leerer Hinterhof. Der Traum von der Oase im Grünen. Wo fange ich an?

Beim Boden. Humus reinbringen (Mutterboden, Mist o.ä.). Im ersten Jahr dort Kartoffeln anbauen um das Unkraut zu bändigen und den Boden reifen zu lassen. Im Winter einen Plan machen. Informationen aus Büchern, Internet oder von Freunden holen. Bepflanzen, nicht zu eng, die Pflanzen wollen ja noch wachsen. Den freien Boden zwischen den Pflanzen mit Rindenmulch bedecken, damit er nicht austrocknet und mit Unkraut zuwächst. Dann, viel Geduld, gute Pflege und nach und nach das Traumziel ereichen. Sich an Ereichtem freuen und an anderer Stelle regulierend eingreifen. 

Hast du einige einfache Tipps, wie man seinen Hinterhof/Balkon/Terrasse ganz schnell grüner machen kann?

Am schnellsten geht es mit vorgezogenen Pflanzen der Saison in Töpfen, die man in Kübel oder Kästen mit guter Blumenerde umpflanzt. Düngen nicht vergessen! Entweder gleich für die ganze Saison beim Pflanzen mit Langzeitdünger oder später in regelmäßigen Abständen.

Wir haben ja nicht alle einen grünen Daumen. Gibt es schöne Pflanzen, die man selbst mit einem schwarzen Daumen nicht umbringen kann?

Da sind z.B. die guten alten Geranien und Petunien. Wenn die an einem sonnigen Plätzchen mit guter Erde, Dünger und ausreichend Wasser versorgt werden, hat man den ganzen Sommer Freude daran. Wichtig ist: Auch bei Regenwetter aufpassen, das die Erde genug Wasser bekommt. Das Pflanzgefäß muss unten einen Ablauf haben, damit überschüssiges Wasser abfließen kann.

In deinem Garten wachsen sogar Nutzpfanzen! Welche Tipps hast du für jemanden, der ‚Lebensmittel‘ auf kleinstem Raum anbauen möchte?

Das ist gut möglich. Ich habe z.B. Säulenbäume in meinem kleinen Hausgarten. Eine neuere Art der Obstbäume. Da kann man dann verschiedene Obstsorten auf kleinem Raum ernten. Das ist nicht die Menge, aber was zum Naschen. Sie müssen allerdings viel beschnitten werden. Man sollte sich da schlau machen.
Ich ziehe auch Tomaten, Rucola und Gewürzpflanzen in Töpfen, Kästen und Kübeln. Möglich sind auch z. B. Kartoffeln in Maurereimern (Löcher unten, nicht vergessen). Kleine Beerensträucher (am besten Hochstämmchen) sind auch möglich. Man sollte ruhig auch mal was ausprobieren, aber sich dann auch nicht von Misserfolgen abschrecken lassen.

Funktioniert das auch auf einem Balkon?

Sicher! Mehrjährige Pflanzen sind allerdings schwierig. Es könnte in Winter der Topfballen durchfrieren und die Pflanzen dadurch Schaden nehmen. Auch die Erde in den Gefäßen laugt aus und sollte ab und an erneuert werden.

Hast du Tipps für den extra Wohlfühlfaktor im Garten?

Ich denke, da sind die Geschmäcker sehr verschieden. Ich mags eher “wild romantisch”, also eher nicht so viele gerade Linien. Sonnen- und Schattenplätzchen sollten vorhanden sein. Auch Nistkästen und Insektenhotels bringen Leben in den Garten.


Danke für das Interview! Und jetzt auf in den Garten!




22. März 2016

Experimente mit natürlichen Eierfarben

 Ich wollte das ja schon seit Jahren mal ausprobieren, Ostereier mit Naturfarben zu färben, aber irgendwie bin ich nie dazu gekommen. Dieses Jahr ist es nun endlich soweit und ich habe meine Vorratsschränke nach Gemüse und Gewürzen und anderen Dingen durchsucht, die man zum Färben verwenden kann. Heraus kam: Ein paar Schalotten, ein Glas eingelegte Rote Beete, Kaffee, Brombeeren und Spinat. Und Eier natürlich. Besser als nichts. Die Schalotten, Brombeeren, Spinat und der Kaffee wurden gekocht, abgesiebt und die Flüssigkeit in Gläser gefüllt, zusammen mit 1-2 Esslöffeln Essig. Die Rote Beete habe ich kalt verwendet. Danach die gekochten Eier - weiße und braune - dazu und eine Stunde gewartet. Voila!
Ich muss sagen, das schöne braun vom Kaffee gefällt mir am allerbesten! Die Schalotten geben ein schönes Senfgelb, Rote Beete das schönste rosa bis pink, Spinat ein ganz zartes grün und die Brombeeren ein helles flieder. Auf den Fotos sehen die Farben alle sehr pastellig aus. Ich muss dazu sagen, dass die Farben in den nächsten Tagen noch etwas "nachgereift" sind und kräftiger wurden. Man kann natürlich auch kräftigere Farben erreichen, indem man die Eier über Nacht in den Färbesubstanzen lässt.

Insgesamt bin ich aber höchst zufrieden mit meinem kleinen Färbeexperiment. Die Farben gefallen mir viel besser als die knallbunten Eierfarben, die es so zu kaufen gibt. Das wird in den nächsten Jahren auf jeden Fall wiederholt. Wenn ihr auch mal ausprobieren wollt, eure Ostereier natürlich zu färben, gibt es hier eine schöne Tabelle mit Färbemitteln und den Farben, die man damit erreicht. Frohes Färben!



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